Geschichte
Geschichte der Naturkosmetik
Die Geschichte der Kosmetik ist vermutlich so alt, wie die Menschheit selbst. Seit jeher haben Menschen versucht, Wunden durch die Wirkstoffe verschiedener Pflanzen aus der Natur zu heilen oder haben versucht, sich durch die Mittel, die ihnen ihre Umgebung bot, zu verschönern oder sich für den Krieg zu bemalen. Bereits viele tausend Jahre vor Christi Geburt stand die Kosmetik im Mittelpunkt großer Völker.
Die ältesten nachgewiesenen Funde stammen aus dem alten Ägypten, wo bereits lange vor dem Pyramidenbau damit begonnen wurde, Öle, Fette, Salben und Duftstoffe zur Reinigung des Körpers einzusetzen. Auch die Zahnpflege wurde bereits mittels säubernder Kräfte von Kräutern praktiziert. Die dekorative Kosmetik, bei der die schmückenden Elemente des Zinnobers oder auch des Hennas genutzt wurden, bildete einen zentralen Schwerpunkt, sich optisch zu verändern. Auch die alten Griechen und Römer nutzten Öle zur Massage und Schminke. Dieses Repertoire stand allerdings nur der wohlhabenden Bevölkerung zur Verfügung.
Erstmals im 18. Jahrhundert konnte sich der Begriff „cosmétique“ in Frankreich durchsetzen und wurde übersetzt ab circa 1850 auch im deutschen Sprachraum verwendet. Zu dieser Zeit stand, anders als bei den Ägyptern, nicht die Reinigung und Pflege des Körpers im Fokus, sondern der rein dekorative Charakter von Farben, Duftstoffen und Pudern. Später verlor dieser allerdings für die männliche Bevölkerung wieder an Bedeutung und man besann sich auf natürliche Werte, das Schmücken und Verzieren blieb den Frauen vorbehalten.
Die Entdeckungen der modernen Zeit, Produkte haltbarer zu machen, hatten zur Folge, dass viele unnatürliche Zusatzstoffe Einzug hielten. Doch seit einigen Jahren gibt es erneut eine Rückbesinnung auf die Natürlichkeit und Reinheit der Inhaltsstoffe.