Endlich Sommer – endlich können wieder leichte Riemchensandalen und luftige Flip-Flops an bloßen Füßen getragen werden. Doch sind die Füße wirklich schon sommerfit, oder gibt es noch Pflegebedarf? Kein Problem – wir zeigen Ihnen hier, wie Sie mit den passenden Produkten Ihren Füßen ganz einfach selbst den letzten Schliff verpassen können…

1. Hornhaut – regelmäßig und sanft entfernen
Meist ist die dicke Haut an Ferse und Ballen noch vom Winter übrig. Der Grund: Sind die Füße in dickes Schuhwerk eingezwängt, gerät die Fußhaut unter Druck. Es entsteht Hornhaut – eigentlich ein Schutz des Körpers für das tiefer liegende Fußgewebe. Doch die dicke, unelastische Hautschicht drückt irgendwann gegen die Knochen und schmerzt bei jedem Schritt. Deshalb ist es ratsam, die Hornhaut regelmäßig mit einem Bimsstein abzuschmirgeln bzw. mit einer Hornhautraspel vorsichtig zu entfernen. Denn wenn sie unkontrolliert wächst, bilden sich auch schnell Risse (Schrunden). Darin können Krankheitserreger eindringen und Entzündungen auslösen. Hornhaut löst sich besonders gut nach einem warmen Fußbad.

Tipp: Diabetiker sollten die Hornhaut wegen der Verletzungsgefahr besser nicht selbst entfernen. Hier empfiehlt sich eine Schrundensalbe mit Harnstoff, die hilft, rissige Haut zu regenerieren.

2. Hühneraugen – Hilfe durch Spezialpflaster
Hühneraugen (Clavi) sind schmerzhafte, zapfenförmige nach innen gewachsene Verdickungen der Hornhaut. Spezielle Pflaster und Präparate mit Salicylsäure lösen die Hornhaut auf, so dass sie sich leichter entfernen lässt. Es gibt auch neuartige, transparente Gel-Pflaster, die Feuchtigkeit an die Haut abgeben. Sie weichen das Hühnerauge ganz ohne Wirkstoff nach und nach auf. Denselben Effekt erzielen Schälpasten.

3. Fußpilz – Salbe gegen die Erreger
Jucken und Rötungen sowie eine rissige, schuppige Haut zwischen den Zehen sind Anzeichen für Fußpilz. Und man steckt sich sehr leicht mit den mikroskopisch kleinen Erregern an. Denn sie lauern auf Fußböden, auf Holzrosten in der Sauna, in Duschen und in Handtüchern. Die Pilzsporen sind so stabil und widerstandsfähig, dass sie dort bis zu neun Monate überleben können. Tritt man mit dem nackten Fuß darauf, heften sich die Sporen dort an die Haut, wo es feucht und warm ist – also meist zwischen den Zehen. Doch wie wird man den Fußpilz wieder los? Eine Infektion kann man häufig sehr gut in Eigenregie behandeln. Dazu sollten die befallenen Stellen – und auch die Zehenzwischenräume – mit einer Spezialcreme behandelt werden (z. B. mit den Wirkstoffen Bifonazol oder Terbinafin, rezeptfrei in der Apotheke). Wichtig ist, dass eine Fußpilzinfektion so früh wie möglich behandelt wird. Langes Warten gibt dem Pilz nur die Möglichkeit, wesentlich größere Teile des Fußes sowie die Nägel oder auch andere Körperbezirke zu befallen.

4. Wunde Stellen – neuartiger Gel-Stick beugt vor
An nagelneue Riemchensandalen oder Sommer-Pumps müssen sich die Füße erste gewöhnen. Schmerzhafte Blasen melden sich meist schon nach wenigen Stunden. Doch den Blasen kann man vorbeugen: Ein spezieller Anti-Blasen-Stick reduziert mit Hilfe eines Gleitfilms (auf Pflanzenölbasis) die Reibung zwischen Haut und Schuh. Hat sich jedoch bereits eine Blase gebildet, helfen spezielle Blasenpflaster, die wie eine zweite Haut wirken. Sie nehmen die Feuchtigkeit der Blase auf und beschleunigen so die Abheilung. Hautfarbene oder transparente Pflaster an der Ferse sind kaum sichtbar und lassen Fuß und Schuh weiterhin gut aussehen.

Professionelle Fußpflege: wann sie notwendig ist
Ein Besuch bei der medizinischen Fußpflegerin macht immer dann Sinn, wenn man die Beschwerden – wie z. B. starke Verhornungen, Hühneraugen oder eingewachsene Nägel – nicht selbst behandeln kann oder an die Füße nicht mehr so gut herankommt. Eine Behandlung kostet ca. 20 bis 40 Euro und dauert in der Regel eine knappe Stunde.

Wichtig zu wissen: Diabetikern kann der Hausarzt medizinische Fußpflege verschreiben. Die kosmetische Fußpflege, die der Schönheit dient (Nägel schneiden und lackieren oder Hornhaut entfernen) wird von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht bezahlt.