Im Jahre 9 nach Christi Geburt spielte sich im Teutoburger Wald eine Katastrophe für die erfolgsverwöhnte römische Armee ab. Der Germane Arminius schlägt die Römer in einer Guerilla-Taktik und nutzt dafür geschickt die unübersichtlichen Wälder aus. Die drei römischen Legionen rund 15.000 Mann stark wird aufgerieben und muss sich geschlagen geben. Geführt wurde sie von Publius Quinctilius Varus, dem Statthalter Germaniens und musste die Schmach erduldend wieder zurück nach Rom. Zwar wird er feierlich empfangen aber in den Nahen Osten strafversetzt wo er schließlich unter mysteriösen Umständen wenige Jahre später stirbt. Arminius hatte es geschafft die mächtige römische Armee zu schlagen und stieg dadurch zeitweise zum Fürsten des jungen Germanien auf.

Der Cherusker gilt als Gründer Deutschlands da er es geschafft hat die verschiedene Stämme zu vereinigen. Die berühmte Varusschlacht fand in Kalkriese statt und das Detmolder Hermannsdenkmal ist international bekannt. Das Hermannsdenkmal ist das Wahrzeichen Detmolds und befindet sich auf dem 386 Meter hohen Teutberg im Stadtteil Hiddessen. Das Bauwerk ist 53,46 Meter hoch und Hermann besteht aus einer Eisenrohrkonstruktion. Mit dem Fahrrad ist das Denkmal leicht über den Hermannsweg und alternativ entlang der Landstrasse zu erreichen.

An den Wochenende fährt regelmäßig die Touristenlinie 792 zum Hermannsdenkmal. Dort angekommen erfährt man nicht nur wie das Denkmal aufgebaut worden ist sondern auch wie die Varusschlacht abgelaufen ist. Nach der Zahlung eines Eintrittsgelds kann das Hermannsdenkmal bestiegen werden und genießt dann einen wunderbaren Blick auf den Teutoburger Wald und kann bei sonnigen klaren Wetter sogar bis ins Hochsauerland nach Soest blicken. Die Stadt Detmold steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Varusschlacht. Es finden ab Mitte Mai regelmäßig Veranstaltungen statt unter anderem kann man mit einem nachgebauten Römerschiff die Werre befahren.