Kaum wird es warm, gehen die Zecken auf Nahrungssuche. Sie sitzen auf Gräsern und Gebüschen und lauern auf Opfer.

Warum sind Zecken so gefährlich?
Zecken können zwei Arten von Krankheiten übertragen. Die häufigste ist Borreliose, eine Multisystem- Erkrankung, die jedes Organ befallen kann. Wenn Sie in den ersten Wochen nach dem Zeckenbiss erkannt wird, kann sie mit Antibiotika gut behandelt werden. Unbehandelt wird sie zu einem chronischen Leiden, das unter anderem zu Lähmungen führen kann. In ganz Deutschland besteht das Risiko, mit den Bakterien der Borreliose infiziert zu werden. Aber nicht jeder, der gebissen wird, erkrankt daran. Die zweite Krankheit ist FSME (Frühsommer- Meningo- Enzephalitis). Gegen dieses Virus gibt es kein Medikament, aber im Gegensatz zur Borreliose eine Impfung. FSME wird aber nur in bestimmten Regionen von Zecken übertragen. Nicht immer aber in den meisten Fällen, lösen FSME- Viren Gehirnhautentzündung aus.

Wie merkt man, dass man sich infiziert hat?
Um den Stich bildet sich eine Rötung. Die kann aber auch erst Wochen nach dem Stich und an anderen Körperstellen auftreten. Deshalb sollte die Haut nach einem Zeckenstich genau beobachtet werden.

Wie hält man sich die Blutsauger vom Hals?
Bei Spaziergängen auf den Wegen bleiben. Nicht ins Unterholz gehen. Es ist ein Irrglaube, dass Zecken von Bäumen fallen. Sie sitzen eher auf Pflanzen und Gräsern und werden von Vorbeikommenden abgestreift. Deshalb: Lange Hosen tragen und helle Kleidung, damit man die Zecken sieht. Nach dem Spaziergang den Körper absuchen. Die Anti- Zeckenmittel allein bieten keinen sicheren Schutz.

Und wenn man doch gebissen wird?
Die Zecke schnell entfernen. Dann die Einstichstelle einige Wochen beobachten. Treten grippeähnliche Symptome auf, sofort zum Arzt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Zecke einschicken und in einem Labor der Landesgesundheitsämter untersuchen lassen.

Für wen ist die FSME Impfung wichtig?
Empfohlen wird die Impfung für über 50-jährige, besonders wenn sie in den Risikogebieten leben. Die Impfung kann man beim Hausarzt machen lassen.