Achten Sie beim Ausfüllen einer Online-Überweisung unbedingt darauf dass sich kein Tippfehler oder Zahlendreher einschleicht. Jeder Schreib- oder Tippfehler geht zu Lasten des Bankkunden, und wird nicht von der Bank erstattet. Kontrollieren Sie die Überweisung lieber dreimal als einmal zu wenig, vor allem die Kontonummer des Empfängers. Schleicht sich ein Tippfehler ein und geht das Geld irrtümlich auf ein anderes Konto, muss sich der Bankkunde selber um die Rückerstattung kümmern. Die Banken sind nach einem Urteil nicht dazu verpflichtet die eingegebenen Daten im Online-Banking auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Anders sieht es bei einer Überweisung aus die in der Bank abgegeben wird, hier sind die Banken verpflichtet schriftliche Überweisungen auf den Namen, und die Kontonummer des Empfängers zu überprüfen.

Schleicht sich also bei der Online-Überweisung ein Tippfehler ein, und das Geld wird auf das falsche Konto überwiesen ist der Bankkunde bei dem beleglosen Zahlungsverkehr alleine für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich. Bei herkömmlichen Überweisungsträgern oder der Mitwirkung von Bankmitarbeitern ist die Rechtslage etwas anders. Die Empfängerbank führt bei einer schriftlichen Überweisung einen Kontonummernabgleich durch, fällt dabei ein Tippfehler oder ein Zahlendreher nicht auf so haftet die Bank und der Kunde im gleichen Mass.

Beim Online-Banking hat der Bankkunde bei Eingabe einer falschen Kontonummer keinen Anspruch gegenüber der ausführenden Bank, sondern nur gegenüber dem Empfänger der sich damit unberechtigt bereichert hat. Der Kunde hat einen Erstattungsanspruch gegenüber dem Empfänger wegen der ungerechtfertigten Bereicherung, und die Empfängerbank muss gegebenenfalls den Namen und die Adresse des Bankkunden nennen, der das Geld unrechtmäßigerweise auf sein Konto überwiesen bekommen hat.