Heimwerken kann mächtig Spaß machen. Besonders wenn man auf ein paar durchdachte „Handlanger“ zurückgreifen kann – sie erleichtern das Ganze enorm

Kenn Sie doch, oder Seit einiger Zeit wackelt der Lieblingsstuhl vom Junior, die Fußleiste im Flur hat das letzte große Möbelrücken übel genommen, Schrauben vom Badregal haben es nicht bis tief in die Wand geschafft – beim Anblick dieser und ähnlicher Mängel hat man oft wochenlang hängende Arme. Weil das ideal Werkzeug fehlt.

Besser als der stärkste Helfer: die Zwinge
Wer sich eine Zwinge zulegt, kann den Stuhl sofort in Angriff nehmen. Erster Schritt: das Sitzmöbel auseinander nehmen, alle Teile sicherheitshalber nummerieren. Den alten Leim entfernen. Die Dübel mit frischem Leim bestreichen, den Stuhl zusammensetzen. Das A & O: Während der Leim trocknet, müssen die Holzteile fest aufeinander gepresst sein. Das geht eben nur mit einer Zwinge.
Nun zum Kratzer auf der Fußleiste. Nur mit Holzwachs und Farbe lässt sich da nichts ausrichten. Also ersetzt man das beschädigte Stück. Dafür gibt es zwei Helfer: eine Gehrungssäge – okay, etwas kostspieliger – oder ein Feinsäge plus Gehrungslade. Dabei handelt es sich um einen u-förmigen Holztunnel, etwa 30 Zentimeter lang, oben offen, die Wände versehen mit schrägen Schlitzen. Wenn man die Leiste hineinlegt, lässt sie sich diagonal kappen. Also: Fußleiste von der Wand lösen, in der Lade das beschädigte Stück heraussägen, ein neues in gleicher Größe darin zusägen. Erst die alten Leistenstücke wieder an der Wand befestigen, dann das Ersatzstück dazwischendübeln und es mit Wachs oder Farbe anpassen.
Ach ja, die Schrauben im Bad. Mit einem zum Schraubenkopf passenden Schraubendreher lassen sie sich fix in der Wand versenken.

1. Zwingend der Fixier-Profi
Auch der hochwertigste Stuhl wird mal schwach, wenn der Nachwuchs auf ihm kippelt wie auf einem Schaukelpferd. Besonders beansprucht sind die so genannten Zargenteile unterhalb der Sitzfläche. Wer hier die Verleimung erneuern möchte, bekommt das mit einer Einhandzwinge bestens in den Griff.

2. Der Schrauben-Spezialist
Schrauben gibt es viele – stellt der Heimwerker oft seufzend fest. Denn jedes Mal fehlt genau der entsprechende Schraubendreher. Ein Multi-Schraubendreher schafft das Problem aus der Welt. Die unterschiedlichen Bits lassen sich auf Grund eines Magnets leicht in den Einsatz stecken.