Damit die kleinen Quälgeister nicht schaden

Bald schwirren sie wieder herum, nerven uns, landen auf Armen, Beinen oder im Gesicht: Bienen, Wespen, Mücken, Schnaken und noch andere lästige Biester. Die einen stechen immer, andere nur wenn sie sich angegriffen fühlen. Wir sagen Ihnen, was Sie bei welchem Stich tun sollten, wie Sie Insektenangriffe vermeiden und welches Insektengift gefährlich sein kann.

Wann sticht die Wespe?
Ab Juni/Juli suchen die Arbeitswespen nach Futter, werden vor allem von Süßem (Limonade, Kuchen) angelockt. Sie stechen nur, wenn sie direkt angegriffen werden.

Wie gefährlich ist der Wespenstich?
Der Stich ist schmerzhaft und nicht immer harmlos. Bei Allergikern droht nämlich sogar Lebensgefahr (in diesem Fall sofort den Notarzt rufen, die Stichstelle bis zu seinem Eintreffen mit Eiswürfeln kühlen).

Bienenstachel ganz sachte entfernen
Gefährlich ist ein Wespenstich auch in Mundhöhle oder Kehlkopf, etwa beim Trinken aus einem Glas oder einer Flasche. Wegen der eintretenden Schellung besteht Erstickungsgefahr. Sofort Eiswürfel lutschen und den Notarzt rufen.

Wann sticht die Biene?
Sie stechen nicht vorsätzlich, sondern instinktiv, z. B. wenn sie sich in den Haaren verfangen.

Wie gefährlich ist der Bienenstich?
Der Stich ist schmerzhaft wie bei der Wespe, aber nicht so gefährlich. Bienen verlieren beim Stich ihren Stachel. Er muss entfernt werden, am besten mit dem Daumennagel aus der Haut schieben. Keinesfalls mit den Fingern herausziehen, da man dadurch nur noch mehr Gift in die Wunde hineingedrückt. Die entstandene Wunde bedarf keiner besonderen Behandlung. Das Kühlen der Einstichstelle hilft, den Schmerz zu lindern.

Wann sticht die Bremse?
Bremsen oder Schnaken sehen aus wie Fliegen, saugen aber unser Blut. Das brauchen die Weibchen zur Eiablage. Sie stechen deshalb immer.

Wie gefährlich ist der Bremsenstich?
Meist merken wir ihn kaum. Später schwillt die Stelle um den Stich an und juckt. Stichstelle mit Eis kühlen.

Wann sticht die Mücke?
Lediglich die Weibchen stechen. Und das auch nur kurz vor ihrer Eiablage. Mücken sind hartnäckige Stecher, Schweiß, Parfüm und duftende Seigen locken sie an.

Wie gefährlich ist ein Mückenstich?
Man merkt es kaum, wenn sie zustechen. Danach schwillt die Region um die Stichstelle an, rötet sich, juckt. Nicht kratzen. Das könnte die Wundstellte infizieren. In den Tropen können Mücken Malaria übertragen. Deshalb Malaria-Tabletten mitnehmen und sich immer gut vor Mücken schützen.

Schnelle Hilfe nach einem Einstich

Gegen das Jucken der Stiche helfen antiallergische, kühlende Salben oder seit neuestem ein Pflaster mit dem natürlichen Wirkstoff Spitzwegerich. Ebenfalls bewährt hat sich ein Stift, der punktuell Wärme abgibt und somit das Insektengift in der Haut sofort unschädlich macht. Schmerz, Juckreiz und Hautrötung verschwinden innerhalb einer Minute.