Das erste Semester beginnt und schnell wird klar: Als Student muss man den einen oder anderen Euro gelegentlich zwei Mal umdrehen. Aber muss das immer so sein? Wer sein Studium finanziell absichern möchte, der hat mit einem Nebenjob die besten Aussichten – aber Moment, arbeiten und lernen gleichzeitig? Mit den folgenden Tipps und Tricks gar kein Problem!

Vor dem Studium die Frage nach Geld klären

Klingt trivial, aber bereits vor dem Studium sollte das Problem “Geldmangel“ angegangen werden. Einfach alles auf sich zukommen zu lassen, kann schnell in finanziellen Schwierigkeiten enden, weshalb zuvor bereits ein paar wichtige Fragen geklärt sein sollten:

  • Wie teuer ist meine Wohnung zuzüglich der Berechnung von Strom und Wasser?
  • Wie viel Geld gebe ich monatlich für Nahrungsmittel sowie Pflegeprodukte aus?
  • Wie hoch sind meine Semestergebühren/Verwaltungskosten mit eventuellem Semesterticket?
  • Was kosten mich Zusätze wie Autoversicherung, Handyvertrag und Co.?

Aus diesen Fragen sollte sich ein ungefährer Betrag dessen ergeben, was jeder Student monatlich für Ausgaben hat. Natürlich stellt sich zusätzlich die Frage, ob Unterhalt von den Eltern bezogen wird, ob man eine Berechtigung für BAföG hat oder ganz allein auf sich selbst angewiesen ist. Der Betrag der zu zahlen ist, wird dann mit dem verrechnet, was man monatlich zur Verfügung hat – die Differenz muss der Nebenjob ausgleichen. Doch Vorsicht, auch hier gibt es Regeln: Denn erlaubt sind während des Semesters nur 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche, wie also genügend Geld für den Unterhalt zusammenbekommen?

So meistert man Nebenjob und Studium

1. Die Semesterferien nutzen

In der Vorlesungsfreien Zeit gibt es für Studenten keine begrenzte Anzahl an möglichen Stunden, um nebenbei Geld zu verdienen. Hierbei greifen gleich drei Vorteile. Zum einen sind die Semesterferien meist relativ lang, zum anderen kann in dieser Zeit sogar festangestellt sein Geld verdient werden. Dritter Pluspunkt: Man kann sich einen finanziellen Puffer anlegen und während der Vorlesungszeit davon speisen.

2. Zeitmanagement

Eine Doppelbelastung wie ein Studium mit Nebenjob braucht vor allem eines: Einen geordneten Zeitplan. Kurse müssen so gelegt werden, dass der Minijob ausgeübt werden kann, ohne den Arbeitgeber zu vernachlässigen. Zeitgleich darf natürlich auch der Job dem Studium nicht in die Quere kommen! Denn Zeit fürs Lernen, Hausarbeiten und Ähnliches sollten stets an erster Stelle stehen.

3. Dienstplan und Kurse

Wer sich zusätzlich etwas Mühe ersparen möchte, sollte einen Nebenjob nahe der Universität oder Hochschule suchen – so kriegt man am selben Tag bestenfalls beides stressfrei unter. Um einen passenden Nebenjob zu finden, kann auch der AStA in den studentischen Gebäuden kontaktiert werden. So sind Aushilfen in den Mensen und technische Mitarbeiter auch auf dem Campus gern gesehen.

4. Zeitfresser eliminieren

Es gibt gelegentlich einen schmalen Grat um herauszufinden, was unnötigerweise Zeit stiehlt und was wirklich notwendig ist. Trotzdem sollte sich ganz bewusst die Frage gestellt werden: „Auf was kann ich verzichten?“ Ist die Lieblingssendung heute Abend wirklich so wichtig, oder kann ich meine Zeit lieber mit Lernen verbringen, um morgen zu jobben? Natürlich – und das sei betont – sind Ruhepausen für anhaltende Effektivität sehr wichtig! Daher sollte der innere Fokus stets beibehalten werden.

5. Umwelt mit einbeziehen

Nicht nur kann so Zeit gespart werden, sondern auch bares Geld! Denn wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit oder zum Studium fährt, spart meist nicht nur wichtige Minuten durch Stau-Vermeidung, sondern auch die Euros im eigenen Portemonnaie. Zudem kann die Fahrzeit in der Bahn oder im Bus wunderbar mit ein paar Karteikarten oder dem passenden Fachbuch kombiniert werden. So bringt man sich mit Studium und Arbeit deutlich entspannter durch den Alltag.

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