Laut Verordnung müssen Arbeitgeber sicherstellen, dass ein Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet ist: Doch was heißt das eigentlich im Detail? Und wie können Maßnahmen zur Ergonomie helfen, nicht nur die Produktivität zu steigern, sondern auch gesundheitlichen Risiken vorzubeugen?

Ergonomie und seine Bedeutung

Das Prinzip der Arbeitsergonomie ist nicht neu, wird aber immer noch nicht in allen Betrieben beherzigt. Dabei ergeben sich nicht nur für den Arbeitnehmer große Vorteile im Hinblick aufs eigene Wohlbefinden, Stichpunkt: Gesundheit – sondern auch für den Arbeitgeber, da gesunde Mitarbeiter eben auch vorhandene Arbeitskräfte bedeuten. Zusammengefasst bietet die Ergonomie am Arbeitsplatz:

  • Eine bessere Humanität
    Ergonomie bezeichnet in erster Linie eine menschengerechte Arbeitsweise, welche ausschließt, dass durch die im Job getätigte Arbeit körperliche Beschwerden auftreten. Wie ein gut ausgerichteter Arbeitsplatz aussehen sollte, wird weiter unten genauer behandelt.

  • Eine erhöhte Wirtschaftlichkeit
    Wie bereits erklärt, verhindert eine korrekt angewandte Ergonomie das Auftreten bekannter Arbeitsbeschwerden, wie zum Beispiel Kopfschmerzen durch eine verkrümmte Wirbelsäule oder auch Muskelverspannungen im Nackenbereich – die Folge: Die Produktivität der Mitarbeiter bleibt konstant und wird nicht eingeschränkt.

Das Büro ergonomisch gestalten

Gerade für den Job am Bildschirm ergeben sich einige Problemzonen, welche die Gesundheit auf lange oder auch kurze Sicht beeinträchtigen können. Die gute Nachricht ist aber, dass eben auch genauso viel richtig gemacht werden kann! Damit die Ergonomie im Büro die Arbeitsweise verbessert, sollten folgende Punkte beachtet werden:

Grundeinstellungen der Hilfsmittel

Stühle, Schreibtische und Co. dominieren jedes Büro – denn klar, ohne diese Hilfsmittel läuft gar nichts. Meist wird der Großteil des Tages hieran verbracht und erfordert daher auf jeden Fall ergonomische Optimierungen. So sollten Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden, während der Rücken gerade und der Blick leicht geneigt zum Monitor ausgerichtet sein sollte. Weitere ausführliche Tipps zur Arbeitsergonomie finden sich zudem ganz bequem im Internet – so bleiben keine Fragen offen!

Technisches Gerät optimieren

Ohne sie wäre ein Büro wohl kein Büro – Computer, Notebooks und andere Bildschirme, welche Strahlung nach außen abgeben.  Um die Augen nicht zusätzlich zu belasten, sollte sichergestellt sein, dass die Helligkeit der Geräte richtig eingestellt ist, um Reizungen vorzubeugen und die Konzentration länger aufrecht zu erhalten.

Die Bewegung nicht vernachlässigen

Neben ergonomischen Maßnahmen wie den Umstellungen der Arbeitsgeräte sollte zudem auf ausreichend viel Bewegung geachtet werden. Spaziergänge in den Pausen und eine geregelte Abwesenheit vom Bildschirm, beugen Ermüdungserscheinungen vor und halten die Glieder fit.

Ergonomie: Den Durchblick behalten

Ein wichtiger Punkt im Büro ist zudem die sogenannte „Sehergonomie“  –  neben der bereits geklärten Haltung der Augen zum Bildschirm, spielt hier vor allem das Licht im Büro eine große Rolle. Unterschieden wird dabei zwischen der sogenannten indirekten Beleuchtung, also der Grundbeleuchtung wie zum Beispiel Deckenstrahler und der direkten Beleuchtung, bei welcher unter anderem Schreibtischlampen zum Einsatz kommen. Neben einem Mix aus diesem gleichmäßigen und konzentriertem Licht, sollte das Büro für eine gute Ergonomie ebenso aus einer Mischung aus Sonnenlicht (durch Jalousien meist einfach kontrollierbar) und künstlicher Beleuchtung (Licht durch Strom) bestehen. Werden all diese Faktoren berücksichtigt, ist der Arbeitnehmer im Büro für den Arbeitsalltag bestens gerüstet.

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