Bei welchen Beschwerden hilft sie. Was passiert bei einer Behandlung. Wann übernimmt die Kasse die Kosten.

Es macht ein paar Mal Piks, dann sind die feinen Nadeln in der Haut. Sie geben keine Wirkstoffe ab. Und trotzdem wirken sie…

Wann hilft Akupunktur?
Die Heilkraft der Nadeln kann zum Beispiel eingesetzt werden bei:
• Rückenschmerzen durch Verspannungen oder Wirbelsäulenerkrankungen wie Bandscheibenvorfall.
• Gelenk- und Sehnenerkrankungen, u. a. bei Knie- und Hüftgelenksarthrose, Tennisellenbogen, Sehnenscheidenentzündungen, Karpaltunnelsyndrom.
• Migräne und chronischen Kopfschmerzen.
• Magen-Darm-Störungen wie Reizdarm-Syndrom oder Verstopfung.
• Allergien und Erkrankungen der Atemwege wie Asthma oder Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien, außerdem bei erhöhter Infektionsfälligkeit.
• Psychosomatischen Störungen, zum Beispiel: Nervosität, Ängsten und leichten bis mittelschweren Depressionen.
• Beschwerden in den Wechseljahren wie Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen.
• Außerdem eignet sich Akupunktur als Methode zur Geburtsvorbereitung, damit die Geburt kürzer und weniger schmerzhaft verläuft.

Wo liegen ihre Grenzen?
Zwar hilft Akupunktur bei enorm vielen Krankheiten, jedoch lindert bzw. hilft sich auch nicht bei jeder. Einige Krankheiten, welche nicht gelindert werden können, sind Diabetes, Neurodermitis, Tinnitus, Herz – und Kreislauf – Krankheiten oder Schildrüsenstörungen. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass Akupunktur nichts wieder heilen kann, wenn es denn schon kaputt ist. Sie kann in diesem Fall nur die aus der Zerstörung entstandenen Schmerzen erheblich lindern.

Wie läuft eine Behandlung ab?
Bevor jemand das erste Mal akupunktiert wird, sind zwei Dinge notwendig: Ein ausführliches Gespräch, die so genannte Anamnese, und eine schulmedizinische Behandlung. Das bedeutet: Der Therapeut fragt genau nach, wie oft die Beschwerden auftreten, wie stark sie sind, wie sie bisher behandelt wurden. Und er wird Sie eingehend untersuchen, je nachdem, welche Krankheit behandelt werden soll.

Wie wirkt Akupunktur?
In der traditionellen chinesischen Medizin geht man davon aus, dass durch unseren Körper Energie – das Qi (gesprochen: Tschi) – fließt. Ist diese Energie blockiert, werden wie krank. Akupunkturnadeln können die Blocknadeln lösen.
Das ist jedoch nicht die einzige Erklärung: Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Nadeln auf der Haut einen Reiz auslösen, der über die Venen ans Gehirn geleitet wird.