Viele Menschen treten freiwillig über einen gewissen Zeitraum den Nahrungsverzicht an und erhoffen sich dadurch mehr Wohlbefinden, eine verbesserte Gesundheit und Gewichtsverlust. Besonders in der Zeit vor Ostern verzichten viele Menschen auf gewisse Laster und tun ihrem Körper somit etwas Gutes. Doch was kann Fasten wirklich bewirken und welche Fastenmethoden gibt es überhaupt?

Fasten – Reinigung von Körper und Geist

Fasten bringt so einige Vorteile und positive Wirkungen mit sich: Zum einen wirkt Fasten reinigend und entgiftend auf allen Ebenen. Somit hilft Fasten nicht nur dem Körper, sondern auch Geist und Seele dabei, Krankheiten, Probleme und Laster zu überwinden. Der Geist wird klarer und achtsamer und befreit sich von seelischem Ballast. Dies sorgt für neue Energie, mehr Antrieb und Lebensfreude. Der Körper wird durch das Fasten von Giftstoffen und Schlacken befreit, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Da der Körper während des Fastens von den Energiereserven seiner Fettdepots zehren muss, geht überflüssiges Gewicht verloren.

Ebenso wird das Immunsystem gestärkt: Wer regelmäßig fastet, heilt Krankheiten, reduziert sein Gewicht dauerhaft und ist weitaus weniger anfällig für Krankheiten. Jedoch sollte jedem bewusst sein, dass nicht jede Krankheit durch Fasten geheilt werden kann und die positiven Auswirkungen nach dem Fasten nicht lange anhalten werden, wenn man anschließend wieder in den gewohnten und ungesunden Lebensrhythmus zurückfällt.

Die beliebtesten Fastenmethoden

  • Heilfasten nach Buchinger: Das Heilfasten nach Buchinger ist eine der ältesten Fastenmethoden und eine reine Trinkkur. Im Vorfeld wird ein Tag lang nur leichte Kost zu sich genommen. Anschließend werden mindestens fünf Tage lang nur Flüssigkeiten in Form von Tee, Gemüsebrühe oder verdünnten Säften aufgenommen. Zudem sollte täglich Sport getrieben werden. Vorteile bei dieser Methode sind die Ausschüttung von Serotonin und Fettabbau, Nachteile der Muskelverlust und die Lahmlegung des Stoffwechsels. Dieser muss nach der Kur wieder langsam aufgebaut werden.
  • Fasten nach Franz Xaver Mayr: Franz Xaver Mayr hat mehrere Fastenmethoden entwickelt. Die Fastenkur mit Milch und Semmeln geht circa zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit werden ausschließlich Tee, Milch und Semmeln zu sich genommen. Durch bewusstes Kauen und Essen nur bis zum ersten Sättigungsgefühl soll der Fastende einen neuen Bezug zum Essen bekommen.  Diese Form der Fastenmethode birgt kaum gesundheitliche Bedenken, erfordert jedoch viel Disziplin.
  • Basenfasten: Basenfasten sollte immer nur für eine begrenzte Zeit durchgeführt werden. Bei dieser Fastenkur werden ausschließlich Lebensmittel gegessen, die basisch verstoffwechselt werden. Hierzu gehören zum Beispiel Lebensmittel wie Obst, knackige Salate, frische Kräuter, Keimlinge und Gemüse. Durch diese Fastenmethode wird der Körper entsäuert, das Wohlbefinden verbessert und Gewicht reduziert.
  • Ayurveda-Fasten: Die altindische Fastenart ist eine Gesundheitsweisheit und gilt als ausgesprochen wirkungsvoll und schonend, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Ayurvedafasten ist nicht vergleichbar mit strengen Fastenkuren. Laut Ayurveda ist der optimale Zeitpunkt für eine konzentrierte Entschlackung der Frühling. Die Nahrungsaufnahme sollte reduziert und auf die Zunahme von leichten Lebensmitteln geachtet werden.
  • Intermittent Fasting: Wer nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichten möchte, für den ist intermittierendes Fasten als weitere Alternative interessant. Bei dieser Methode darf der Fastende nur in bestimmten Zeiträumen essen.

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