Wer im Netz für potentielle Arbeitgeber präsent sein möchte, sollte seinen Online-Lebenslauf von Zeit zu Zeit einer Frischekur unterziehen. Wir stellen Ihnen sieben Tricks vor, wie Sie Ihre Unterlagen ideal aufbereiten können und dabei den Bewerbungsaufwand in Grenzen halten.

Heute sind Online-Stellenbörsen und berufliche Netzwerke ideale Plattformen, um sich potentiellen Arbeitgebern zu präsentieren, noch bevor diese eine breit angelegte Suche für eine unbesetzte Stelle lostreten müssen. Der digitale Lebenslauf ist dabei Ihr Aushängeschild.  Liegt das letzte Speicherdatum jedoch schon ein paar Jahre zurück, macht Ihr Lebenslauf unter Umständen einen recht angestaubten Eindruck. Da reicht es nicht, die letzten Jahre beim aktuellen Arbeitgeber nachzutragen. Eine Frischekur ist fällig. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen!

#1 Klares Schriftbild

Möglicherweise entstand Ihr Lebenslauf in Zeiten, in denen die Verwendung exotischer Schriften als ungemein kreativ galt. Falls Sie damals auch munter mit verschiedenen Schriften experimentiert haben, dann machen Sie als erstes eins: Markieren Sie den gesamten Text Ihres Lebenslaufs und verpassen Sie ihm ein einheitliches Schriftbild in einer klaren, gut lesbaren Schrift. Um den Text optisch zu strukturieren, arbeiten Sie mit Absätzen, Kursiv- oder Fettdruck – aber bitte in Maßen.

#2 Form follows Function

Keiner verlangt von Ihnen, langweilig zu sein. Allerdings ist es im Netz wichtiger, bei den richtigen Schlagworten gefunden zu werden und diverse Filter zu bestehen, als ein fancy Design zu präsentieren. Sobald ein Computer-Algorithmus zur Lebenslauf-Analyse ins Spiel kommt, kann sich das nämlich schnell als Nachteil erweisen. Möchten Sie Ihren Lebenslauf also auf verschiedenen Online-Plattformen hochladen, halten Sie die Gestaltung des Dokuments möglichst schlicht und denken Sie an deutliche Überschriften für die jeweiligen Etappen (Ausbildung, Praktika, Zertifikate). Ideal eignet sich ein einfacher tabellarischer Lebenslauf mit klaren Strukturen im PDF-Format.

#3 Ausmisten

Nicht nur optisch, auch inhaltlich muss der Online-Lebenslauf in regelmäßigen Abständen auf den Prüfstand. Auf jeden Fall sollten Sie den Text gründlich überprüfen und sämtliche Informationen eliminieren, die nicht mehr mit Ihren aktuellen Karrierezielen übereinstimmen. Darunter können etwa Tätigkeiten während Ihres Studiums fallen oder die Kenntnis inzwischen überholter Softwarelösungen. Unter Umständen ist es sinnvoller, gleich einen ganz neuen Lebenslauf zu verfassen. Skizzieren Sie nur solche Projekte, Aufgaben und Verantwortlichkeiten ausführlicher, die für Ihre weitere Karriere wichtig sind und das Interesse des Personalers wecken.

#4 Hobbys raus

An den Angaben unter ‚Kenntnisse‘ und ‚Hobbys‘ erkennen Personaler übrigens sofort, dass Ihr Lebenslauf nicht mehr so taufrisch ist. Beide Rubriken waren einmal Standard und gaben mehr oder weniger spannende Dinge über den Bewerber preis, etwa die Belegung eines EDV-Kurses oder das Schülerpraktikum in der neunten Klasse. Raus damit! Dass Sie mit dem Computer und den grundlegenden Arbeitsprogrammen umgehen können, wird heutzutage fast überall vorausgesetzt. Und dass Sie in Ihrer Freizeit gerne lesen und Musik hören, ist ebenfalls völlig belanglos. Falls Sie allerdings ein Hobby pflegen, das Ihnen auch beruflich zu Gute kommt, so dürfen Sie dieses gern erwähnen.

#5 Keywords rein

Auch wenn Sie Ihren Lebenslauf auf Online-Plattformen zunächst für mehrere potentielle Arbeitgeber und unterschiedliche Positionen freigeben möchten, sollten Sie bestimmte Leistungen durch das Einfügen relevanter Begriffe (Keywords) besonders hervorheben oder bei einzelnen Tätigkeiten stärker ins Detail gehen, wenn diese zur angestrebten neuen Herausforderung passen. Dies wird Sie sicher einige Zeit und Mühe kosten, aber ein Lebenslauf, der den jeweiligen Anforderungen gerecht wird, beweist Ihre Kenntnisse und Ihr Interesse an der ausgeschriebenen Stelle und hebt Sie so aus der Masse der Bewerber heraus.

#6 Kein Platz für Floskel-Bingo

Inhaltsleere Phrasen und Floskeln sind Personalern ein Gräuel. Ob Ihr Lebenslauf auch damit bestückt ist, bringen Sie am besten in Erfahrung, in dem Sie einen Freund bitten, den Lebenslauf zu lesen und danach mit eigenen Worten zu erklären, was Sie so alles auf dem Kasten haben. Trifft seine Beschreibung den Kern der Sache, können Sie sicher sein, Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen authentisch aufs Papier gebracht zu haben. Fällt es ihm hingegen schwer, Ihre Frage zu beantworten, müssen Sie sich auf Floskel-Suche begeben und neu formulieren.

#7 Fehlersuche

Rechtschreibfehler, überflüssige Kommata oder vergessene Satzzeichen sind ein absolutes No-Go in den Bewerbungsunterlagen. Eine Studie von Robert Half International hat ergeben, dass 84 Prozent aller Personalverantwortlichen Bewerbungen bereits nach ein oder zwei Rechtschreibfehlern aussortieren. Arbeitgeber sehen Tipp- oder grammatikalische Fehler als ein Zeichen für mangelnde Professionalität und Sorgfalt. Gut, wenn man Duden-sichere Freunde hat, die den Lebenslauf noch einmal auf Herz und Nieren überprüfen. Wenn Sie von vornherein Rechtschreibprüfung Ihrer Textverarbeitungssoftware nutzen, dürften Ihre „Lektoren“ allerdings nicht mehr allzu viele Fehler finden.

Weitere Tipps und Tricks sowie kostenlose Vorlagen und Muster für einen gelungenen Lebenslauf finden Sie hier.

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