Wann Partnerhaftung?
Grundsätzlich ist jeder Ehepartner nur für die eigenen Schulden verantwortlich. Kauft ein Ehemann z.B. ein Auto und schließt den Kaufvertrag allein ab, muss er dafür auch allein gerade stehen. Wird er zahlungsunfähig, kann sich der Autohändler nicht an die Ehefrau wenden, hat diese den Vertrag aber z.B. als Bürge mit unterschrieben, kann der Händler sie in die Pflicht nehmen. Gleiches gilt für Lebenspartner: Wer unterschreibt, muss zahlen.

Unzulässige Bürgschaft
Lässt sich eine Bank z.B. einen Kreditvertrag von der Ehefrau eines Kreditnehmers unterschreiben und setzt sie als Bürgen ein, ist das unzulässig, wenn die Ehefrau gar kein eignes Einkommen oder Vermögen hat. Hat sie Einkommen, muss sie zahlen.

Die Hälfte der Miete
Bei gemeinsam unterzeichneten Mietverträgen kann der Partner, der sich trennen will, nicht einfach ausziehen und die Mietzahlungen einstellen. Steht er im Mietvertrag, bleibt er bis zur gemeinsamen Kündigung oder einer gerichtlichen Entscheidung über die Wohnung Vertragspartner und muss auch die Hälfte der Miete bezahlen. Mietet ein Ehemann die Wohnung für seine Familie an, kann der Vermieter aber davon ausgehen, dass er den Vertrag im Interesse seiner Familie geschlossen hat, und die Ehefrau haftet automatisch mit.