Endlich steht es fest: Sie sagen „Ja“ zueinander. Mit der standesamtlichen Trauung ist Ihre Ehe in Deutschland rechtlich anerkannt. Damit der Tag wirklich zu dem schönsten Ihres Lebens wird, bedarf es einiger Planung. Viele Paare verbinden mit der standesamtlichen Trauung einen unpersönlichen und bürokratischen Aufwand. Doch mit etwas Kreativität in der Planung und Gestaltung kann auch die standesamtliche Trauung ein gebührender Auftakt in das Eheleben sein.

Notwendige Planungen für den schönsten Tag im Leben

Damit die Hochzeit erfolgreich und angenehm abläuft, müssen Sie im Vorfeld einiges beachten und planen. Natürlich kann es trotzdem zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen – mit einer durchdachten Planung sind Sie jedoch gut vorbereitet und können Ihren besonderen Tag genießen.

Heirat im Standesamt oder lieber an einer Außenstelle?

Sie können entscheiden, wo die Hochzeit stattfinden soll. Dies kann entweder das Standesamt vor Ort oder ein Standesamt in einer anderen Stadt sein, auch eine Außenstelle unter freiem Himmel ist ein möglicher Ort für Ihre Trauung. Im Internet können Sie sich im Vorfeld die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten Ihres favorisierten Ortes ansehen und ein Trauzimmer nach Ihrem Geschmack wählen. Haben Sie Ihren Wunschort ausgewählt, sollten Sie Ihre Hochzeit anmelden. Diese Anmeldung erfolgt immer zunächst bei dem zuständigen Standesamt Ihres Wohnsitzes und kann erst sechs Monate vor dem angedachten Termin erfolgen. Haben Sie sich für ein anderes Standesamt oder eine Außenstelle entschieden, werden Ihre Unterlagen entsprechend weitergeleitet. Daten in einer besonderen Reihenfolge oder Samstage sind als möglicher Hochzeitstag besonders beliebt – hier sollten Sie sich beeilen und rechtzeitig reservieren.

Ein persönlicher Beratungstermin mit dem gewählten Standesbeamten ist empfehlenswert. So können Sie noch einmal einige Details besprechen und Ihre offenen Fragen stellen: Wie viel Plätze stehen den Gästen zur Verfügung? Wie würde eine Trauung zum Beispiel am Strand ablaufen? Welche Dokumente benötigen Sie? Welche Gebühren fallen an? Welche Details aus Ihrer Beziehung sollen in die Rede des Standesbeamten mit einfließen?

Sind Termin und Ort gewählt, können die weiteren Vorbereitungen beginnen: Gästeliste erstellen, Feierlocation auswählen, Hotels buchen, Catering bestellen, Dekoration, Outfit und Ringe kaufen etc. Es gibt viel zu tun. Eine Checkliste mit einer Auflistung aller nötigen Aufgaben kann helfen, nicht den Überblick zu verlieren. Wer möchte, kann Trauzeugen auswählen, dies ist seit 1998 jedoch keine Pflicht mehr. Auch ein Fotograf sollte bei der Zeremonie nicht fehlen, um mit individuellen Hochzeitsfotos die unvergesslichen Momente Ihrer Hochzeit festzuhalten.

Ablauf der standesamtlichen Trauung

Je nach individueller Gestaltung der Zeremonie dauert eine standesamtliche Trauung in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten und läuft wie folgt ab:

  • Der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin begrüßt das Brautpaar
  • Personalien von Brautpaar und Trauzeugen werden festgestellt und geprüft
  • Das Trauzimmer wird betreten, wo Brautpaar, Trauzeugen und Gäste Platz nehmen
  • Ansprache des Standesbeamten bzw. der Standesbeamtin
  • Ehekonsenserklärung und Eheschließungsformel
  • Nach Bejahung der Eheschließungsformel durch beide Partner erklärt der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin die rechtskräftige Schließung der Ehe
  • Die Ringe werden angesteckt, das Brautpaar küsst sich
  • Verlesung des Ehebucheintrages durch den Standesbeamten bzw. die Standesbeamtin
  • Brautpaar, Trauzeugen und Standesbeamte bzw. Standesbeamtin unterschreiben den Ehebucheintrag
  • Gratulation und Nachwort

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