Autotuning besitzt in vielen Kreisen den Ruf, dass damit nur geprotzt wird. Dem ist lange nicht mehr so. Wird der VW richtig aufgerüstet, erreicht er seine eigene Bestform.

Unterschiedlichen Möglichkeiten

Auto-Tuning ist nicht gleich Auto-Tuning. Im Allgemeinen können verschiedene Tunings-Arten unterschieden werden, die sich mit unterschiedlichen Bereichen des Fahrzeuges befassen.

  • Beim Motortuning kann anhand verschiedener Möglichkeiten eine  Leistungssteigerung des Motors und eine erhöhte Menge PS erreicht werden. Die Üblichste ist dabei mittlerweile das Chiptuning. Außerdem gibt es das Eco-Tuning, bei der Effizienz und Verbrauch optimiert werden.
  • Das Karosserietuning befasst sich mit allem, das die äußere Struktur des Wagens betrifft. Hierbei handelt es sich beispielsweise um das Austauschen der Felgen oder des Auspuffs.
  • Das typische Tieferlegen getunter Wagen gehört zum Fahrwerktuning und befasst sich demnach mit der Stoßdämpfung.
  • Weiterhin kann in den Bereichen des Sounds, der Innenausstattung oder der Beleuchtung getunt werden.

Den VW tunen—das sollte beachtet werden

VW ist nicht nur eine der bekanntesten Automarken weltweit, sondern eignet sich auch gut zum Tuning. Vorteilhaft ist hierbei, dass Volkswagen für Einsteiger des Auto-Tunings geeignet sind. Wenn der eigene VW optisch, im Verbrauch und der Leistung optimiert werden soll, gibt es jedoch einige Dinge, die beachtet werden müssen. Damit wird nicht nur das Risiko minimiert, dass der Wagen Schäden davon trägt. Ein weiterer Faktor ist die Legalität des Tunings, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten oder andere im Straßenverkehr zu gefährden.

Bei den Tuningteilen für ein VW-Modell sollte auf entsprechende Genehmigungen geachtet werden, um eine teure Einzelprüfung durch den TÜV zu vermeiden. Die erforderlichen Genehmigungen sind die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder die allgemeine Bauartgenehmigung (ABG). Diese Genehmigungen müssen immer im Fahrzeug mitgeführt werden.

Die beliebteste Art des Motortunings ist das Chiptuning. Dabei wird die Software des Fahrzeuges verändert, um eine bessere Leistung zu ermöglichen. Vorteilhaft ist hierbei, dass kein immenser Aufwand durch das Austauschen bestimmter Teile notwendig ist. Hierbei werden jedoch neuere Modelle wie der TDI-Motor benötigt. Vorsicht ist geboten, da ein schlechtes Tuning zur Überhitzung und somit zu Ausfällen oder Schäden des Motors führen kann. Außerdem ist in diesem Fall eine Prüfung durch den TÜV notwendig, da Abgas- und Lärmvorschriften eingehalten werden müssen, sowie die Fahrzeugsicherheit gewährleistet sein muss.

Bei Änderungen, die sich nicht nur auf einfache optische Verschönerungen beschränken, ist nicht nur für Anfänger Vorsicht geboten. Geeignete VW-Tuningteile sollten von Fachpersonal mit sehr guten Kenntnissen zu VW-Modellen eingebaut werden. Dabei sollte auf auffällig günstige Preise verzichtet werden, um die Sicherheit des Fahrers und anderer zu gewährleisten. Dasselbe gilt für extrem günstige Teile, bei denen zunächst geprüft werden muss, ob die nötigen Genehmigungen der ABE oder ABG vorhanden sind.

Auto-Tuning ist den meisten Fahrzeugherstellern ein Dorn im Auge. Wenn es sich um einen Neuwagen handelt, kann es sein, dass die Garantie durch Tuning nichtmehr gewährleistet ist. Dies gilt vor allem beim Chiptuning durch die zuvor genannten Risiken. Auch bei der Versicherung sollte zuvor einiges klargestellt werden. Durch eine Leistungssteigerung, beziehungsweise einer erhöhten PS-Anzahl, kann die Versicherungsprämie des Wagens höher ausfallen. Eine Prämienerhöhung kann auch durch eine Wertsteigerung des Wagens durch Tuning entstehen.

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