Rund 144 Jahre liegen zurück, seitdem Levis Strauss die Jeans mit seinem Geschäftspartner Jacob Davis erfunden hat. Von da an wurde die Jeans in zahlreichen Variationen weiterentwickelt. Sie hat einen festen Platz in der Modewelt eingenommen und wird mit Garantie die nächsten Jahrzehnte weiter ihren Platz im Kleiderschrank haben. Neben der ganzen Vielfalt gibt es einige Verfahrenstechniken, die recht bekannt sind.

Die verschiedenen Waschungen

Seit den 1980er-Jahren wurden Jeans immer öfters auf unterschiedlicher Art gewaschen, um allerhand Looks zu erzeugen.

  • Wenn eine Jeans nach der Stone-washed Methode behandelt wird, kommt es zum klassischen used Look. Der Denim wird durch die mehrmaligen Waschungen extra weichgemacht und es kommt zur Aufhellung der Farbe. Alternativ könnte die Jeans auch sandgestrahlt werden, was heutzutage in der Jeansbranche verpönt ist. Das Sandstrahlen kann gesundheitliche Schäden bei der Herstellung bewirken und führt zusätzlich zu einer hohen Umweltbelastung.
  • Bei der Moon-washed Methode wird die Jeans mehrere Stunden lang zusammen mit Bimssteinen gewachsen. So entsteht eine Jeans mit großen und kleinen Flecken, was an eine Mondlandschaft erinnert.
  • Bei der färbenden Waschmethode, dem Tint-Washed Verfahren, werden Enzyme und Farbstoffe zur Jeans hinzugegeben. Hiermit kann eine andere Farbstruktur erzeugt werden. Zum Beispiel kann so ein leicht gelbgrüner Farbton erzeugt werden.

Farben und Effekte für mehr Vielfalt

Eine Jeans wird in unterschiedlichen Farben hergestellt, indem verschiedene Denims verwendet werden. Je nachdem, welche Farbe der Baumwollstoff besitzt, variiert das Farbmuster der Jeans. Während der Herstellung der Jeans, kann das Erscheinungsbild mithilfe diverser Effekte zusätzlich verändert werden.

  • Beim Bleaching wird ein Bleichmittel zur Waschung der Jeans hinzugefügt. So wird der dunkle Ausgangsfarbton aufgehellt. Je nach Konzentration des Bleichmittels und der Einwirkzeit kann die Aufhellung variieren. Als Ausgangsstoff muss selbstverständlich ein dunkler Denim verwendet werden.
  • Beim Zerlöchern der Jeans wir nicht nur ein used Look, sondern viel mehr ein destroyed Look bewusst erzeugt. Nach der Herstellung der Jeans und den möglichen Waschungen wird die Jeans manuell und partiell zerstört, um einen modischen Look zu entwerfen. Vor allem bei Jugendlichen ist dieser Modetrend sehr beliebt.
  • Eine weitere Methode, um einen modischen Effekt hervorzubringen, sind Buffies. Hierbei werden Bewegungsfalten in die Jeans geschlagen und durch langes Bügeln oder Pressen gefestigt. Hin und wieder werden solche Falten einfach zusammengenäht oder sogar getackert. Anschließend kann die Jeans gewaschen werden, um die Jeans weiter modisch in Szene zu setzen. Auf diese Art und Weise wird ein natürlicher, getragener Look erzeugt.

Die richtige Jeans finden

Bei der gesamten Auswahl ist es ratsam sich vorab Gedanken zu machen, welche Jeans für einen das Richtige ist. Wenn man sich für einen Look entschieden hat, fehlt nur noch die richtige Passform. Denn genau wie bei den Looks, haben sich bei den Passformen über die Jahrzehnte viele verschiedene Schnitte sowie Passformen entwickelt. Zum Beispiel gibt es die klassische straight fit Jeans sowohl im destroyed Look, als auch in anderen Ausführungen. Wer ungefähr weiß was er will, wird mit Garantie fündig.

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