Während es für viele Menschen einfach ist, Mitgefühl oder Mitleid auszudrücken, sind die meisten Menschen jedoch ungern Empfänger dieser Gefühle. Schließlich bedeutet Mitleid immer, dass sich der Adressat in einer misslichen Lage befindet, die dieses Gefühl notwendig macht. So vielfältig die Situationen sind, in denen Mitgefühl ausgedrückt wird, so vielfältig sind auch deren Ursachen. Jedoch wird Menschen mit einem fehlerhaften Gebiss nur äußerst selten Mitleid entgegengebracht.

Aus Mitleid wird Ablehnung

Selbstverständlich sind Menschen mit schlechten Zähnen oder einem fehlerhaften Gebiss nicht immer selbst an ihrer Lage Schuld. Zahnprobleme können sowohl durch Unfälle, Krankheiten als auch Zahnarztphobien entstehen. Dennoch ist den meisten Menschen bewusst, dass ein fehlerhaftes Gebiss behandelbar ist und kein Dauerzustand sein muss. Dies führt dazu, dass Leute mit Zahnproblemen kein Mitleid erfahren, sondern stattdessen abgelehnt werden. Die einzige Ausnahme hierbei sind kleine Kinder oder alte Menschen, da sowohl der Ausfall der Milchzähne als auch der Zähne im Alter gesellschaftlich akzeptiert sind.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen sieht das wiederum anders aus. In unserer modernen Gesellschaft mit zahlreichen Methoden und Werkzeugen zum Erhalten und Wiederherstellen der Zahngesundheit sind schadhafte Zähne ein unstrittiger Mangel. Zudem wirkt sich ein fehlerhaftes Gebiss sowohl physisch als auch psychisch auf betroffene Personen aus.

Schmerzen und Zweifel sind die Folge

Von Karies betroffene oder aus anderen Gründen nachlässig gepflegte Zähne sorgen zwar für Zahnschmerzen, aber auch andere Auswirkungen sind die Folge. Der gesamte Körper ist von krankhaften Zähnen betroffen, sodass diese sogar Auslöser für ein schweres Herzleiden sein können. Des Weiteren sind regelmäßig auftretende Zahnschmerzen eine schwerwiegende Angelegenheit, da sie Einfluss auf das gesamte Leben der Betroffenen nehmen. Diese können bis hin zu Medikamentenmissbräuchen führen, da starke Schmerzmittel eingenommen werden müssen, die im schlimmsten Fall zur Abhängigkeit führen können.
Ein psychisches Problem stellt die Tatsache dar, dass sich schlechte Zähne nicht oder nur schwer verstecken lassen. Menschen, die versuchen, ihre Mängel zu verbergen, leben stetig mit der Angst, dass diese früher oder später entdeckt werden. Am Ende dieses Irrwegs befindet sich stets eine Sackgasse in Form von sozialer oder gesellschaftlicher Isolation. Psychologische Hilfe kann hier nur beratend tätig werden, da nur die Korrektur des Fehlers, also die Wiederherstellung der eigenen Zähne, die gesellschaftliche Nichtakzeptanz wieder rückgängig macht.

Moderne Technik hilft gegen die Angst vorm Zahnarzt

Heutzutage stehen den Fachleuten, Zahntechnikern und Zahnärzten, zahlreiche Utensilien und Gerätschaften zur Verfügung. Die technischen Möglichkeiten werden immer größer und deshalb muss heutzutage dank der modernen Gerätschaften niemand mehr Angst vorm Zahnarzt haben und die Behandlungen können schmerzfrei vonstattengehen. Bei schwerwiegenderen Eingriffen kommen zusätzlich Mittel zur Beruhigung und zur Betäubung zum Einsatz, sodass der Zahnarztbesuch ohne Furcht ablaufen kann. Menschen, die durch fehlerhafte Zähne ihr Selbstbewusstsein eingebüßt haben, sollten die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten abwägen. Einerseits stehen weitere Selbstzweifel, Verstecken und Schmerzen zur Auswahl. Auf der anderen Seite kann ein Besuch beim Zahnarzt all diese Probleme lösen und ein neues Leben ermöglichen.

Bildquelle: © Flachovatereza – pixabay.com