Was mit vermehrten Haarbüscheln an der Bürste morgens vor dem Spiegel beginnt und mit kahlen Stellen am Kopf aufhört, ist wohl einer der schlimmsten Albträume vieler Männer, aber auch Frauen – Haarausfall. Doch was ist eigentlich die Ursache für den immensen Verlust der Kopfbehaarung? Und gibt es Mittel, die dem wirklich dauerhaft entgegenwirken?

Ein Sammelsurium an Ursachen

Die Angst vor Haarausfall kommt nicht von ungefähr! Während auch Frauen heute immer häufiger darunter leiden, trifft es die Welt der Herren besonders schlimm: Bis zum 80. Lebensjahr haben etwa 80 Prozent der Männer mehr oder minder mit Haarausfall zu kämpfen. Doch was ist der Grund für das vermehrte Ausfallen der Haare? Die Antwort dabei ist nicht ganz eindeutig, oder besser gesagt: sehr vielseitig. Oft sind es viele Ursachen gleichzeitig, die einen starken Haarverlust zu verantworten haben und die Haare schleichend mit der Zeit ausfallen lassen.

  • Stressbedingter Haarausfall
    Nicht selten ist Haarausfall die Folge von dauerhaftem Stress. Dabei ist es egal, ob es sich um körperlichen Stress, durch beispielsweise eine schwere Krankheit oder physischen Stress durch Problemen in der Partnerschaft, dem Beruf oder der Familie handelt. Akuter oder chronischer Stress – die Reaktion des Körpers ist dieselbe: Durch Stress sendet er vermehrt Botenstoffe aus, also Hormone die Informationen von einer Zelle zur anderen bringen, die die Haarfollikel schädigen und Haarausfall fördern können.
  • Haarausfall durch Nährstoffmangel
    Die heutige, übliche Ernährungsweise ist meist schnell und ungesund. Die Folge: Vielen Lebensmitteln fehlen die nötigen Nähr- und Mineralstoffe sowie Vitamine und Spurenelemente, die der Körper für eine gesunde Lebensweise benötigt. Hinzu kommen Ursachen wie der oben beschriebene Stress im Alltag, Krankheiten und im Ernstfall die Einnahme von geringen Giftstoffen in abgepackten Lebensmitteln, gespritztem Obst oder ähnlichem. Ein Grund für Haarausfall kann also auch durch die heute oft vorkommende Fehlernährung stark gefördert werden.
  • Erblich bedingter Haarausfall
    Androgenetische Alopezie, besser bekannt unter „erblich bedingtem Haarausfall“ ist eine weit verbreitete Ursache und ein häufig vorkommender Typ von Haarausfall, auch bei Frauen. Verantwortlich dafür ist das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DTH), welches als Umwandlungsprodukt für das Testosteron im Körper fungiert. Beim erblich bedingten Haarausfall reagieren die Haarfollikel überempfindlich auf DTH. Die Blutgefäße, die diese mit für das Haarwachstum wichtigen Nährstoffen versorgen, bilden sich in Folge zurück. Durch die geringe Versorgung verkümmern die Follikel letztlich und führen zum Haarverlust.

Was können Sie gegen Haarausfall tun?

Erblich bedingter Haarausfall macht sich bei Männern häufig über die „Geheimratsecken“ bemerkbar und führt über den Oberkopf im Ernstfall zur Glatze, während sich Frauen oft über eine Lichtung der Haare im Scheitelbereich beschweren. Als „Kreisrunder Haarausfall“ bezeichnet man dabei die Bildung vereinzelter kahler Stellen, Haarausfall auf der gesamten Kopfpartie benennt man hingegen als „Diffusen Haarausfall“. Je nach Art des Haarverlustes, gibt es spezielle Therapien und Mittel, um dem Fernbleiben der Haare vorzubeugen oder zu behandeln. Zudem gibt es viele nützliche Tricks im Umgang mit bereits eingetretenem Haarausfall sowie Ernährungs- und Stylingtipps, um das Haarwachstum zu fördern, die auf Informationsseiten im Internet vorgestellt werden.

  • Erblich bedingter Haarausfall: Was im Extremfall eine Haartransplantation bedeutet, kann heute von vielen Anbietern durch Medikamente und Shampoos bereits entsprechend eingedämmt werden. Dennoch ist die Ursache, also die Veranlagung der Gene, nicht so leicht korrigierbar, lediglich das Behandeln der Symptome.
  • Stressbedingter Haarausfall: Abbauprodukte von Adrenalin und Cortisol sammeln sich im Fettgewebe des Körpers und gelangen über das Blut in die Haarwurzeln. Ein höherer Körperfettanteil belastet somit auch die Haare. Im Umkehrschluss kann eine Gewichtsabnahme Haarausfall verringern. Da sich Haarwurzeln in der Nacht regenerieren ist Schlafmangel für den Verlust der Haare förderlich und sollte möglichst vermieden werden.
  • Haarausfall durch Nährstoffmangel: Auch wenn Fehlernährung nicht die Hauptursache für Haarausfall sein muss, so kann sie doch zu jener Krankheit und Störung im Organismus führen, die diesen begünstigt. Zu meiden sind daher: Kalte Getränke direkt aus dem Kühlschrank, fettreiche und zuckerhaltige Speisen und Getränke, übermäßiger Konsum von jodiertem Salz, Milchprodukte und tierische Eiweiße.