Die vegane Lebensweise klingt auf den ersten Blick für viele schwer: Kein Fleisch, keine Milchprodukte, nicht einmal Honig – vom Tier stammende oder produzierte Lebensmittel sind tabu. Doch was bleibt übrig? Tofu? Sojamilch? Obst und Gemüse? Was erst einmal eintönig klingt, bietet jedoch eine völlig neue und unerwartete Vielfalt an Lebensmitteln und Rezepten!

Eine vegane Lebensweise kann aus unterschiedlichen Gründen heraus für einen Menschen relevant werden, was einen strikten Wechsel im Ernährungsplan bedeutet. Ob aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen, auf den Geschmack bekannter Lebensmittel müssen Veganer dabei aber nicht verzichten. Wie das geht? In der Alternative liegt die Antwort!

Geschmäcker sind verschieden…

…müssen sie aber nicht sein, zumindest nicht wenn es um den Vergleich von tierischen und veganen Produkten geht. Denn eine vegane Lebensweise bietet nicht nur mehr Abwechslung auf dem Speiseplan, sondern auch ähnlich schmeckende Alternativen zu ihren tierischen Produkten. Gegenstücke zur herkömmlichen Milch bieten Ihnen Soja-, Reis-, Hafer-, oder auch Mandelmilch. Doch auch Eier lassen sich durch pflanzliches Pulver auf Soja-Eiweiß-Basis hervorragend ersetzen. Ein in Lebensmitteln häufig verwendetes Erzeugnis ist die Gelatine, um Lebensmittel wie Fruchtgummis zu gelieren – Agar, Fruchtpektin und Johannesbrotkernmehl lassen sich jedoch problemlos als veganen Ersatz gebrauchen. Selbst Fleisch bekommt geschmacklich Konkurrenz von der veganen Alternative: Am bekanntesten sind wohl der aus Sojabohnen hergestellte Tofu und der aus Weizeneiweiß bestehende Seitan, auch „Weizenfleisch“ genannt. Während Tofu als relativ geschmacksneutral gilt, ist genau das seine Stärke. Durch verschiedene Gewürze können Sie das Sojaerzeugnis nicht nur süß, pikant und scharf schmecken lassen, sondern sogar gezielt nach Rind, Huhn oder Schwein.

Einfache Rezepte für Anfänger

Natürlich sind die „nach Tier schmeckenden“ Produkte nur eines von vielen Angeboten der veganen Küche. Auf die Liste an veganen Rezepten sind jedoch auch andere Kombinationen möglich, die das Fleisch sowie den Fleischgeschmack gänzlich meiden. So können Sie beispielsweise die klassische Bolognese-Soße mit Hack durch Linsen ersetzen und schon haben Sie ein veganes Gericht. Etwas schwerer stellen sich viele das Backen auf veganer Basis vor. Ohne Milch, Sahne und Ei einen Teig zustande bekommen? Die veganen Schoko-Muffins beweisen es:

  • 300g Vollkornweizenmehl
  • 370ml Wasser oder Sojamilch
  • 100g Zucker
  • 7 EL Pflanzenöl
  • 50g Kakaopulver
  • 11g Backpulver (2-3 Tüten)
  • ½ Teelöffel Salz
  • Bei Bedarf 2-3 Esslöffel Nuss-, Kaffee- oder Mandelpulver

Das für 12 vegane Schoko-Muffins ausreichende Rezept ist eine von vielen Alternativen für vegane Backfreunde. Weitere vegane Muffin-Rezepte finden Sie beispielsweise unter veganemuffins.com.

Was gibt es sonst noch?

Neben den oben bereits genannten Produkten, bietet der wachsende Markt für Veganer ein immer breiteres Repertoire. Gerade auf Anfänger mag das wachsende Angebot etwas unübersichtlich wirken, bietet jedoch völlig neue Geschmackserfahrungen. Neben Joghurt, Sahne und Butter, die meist auf Basis von Soja und Hafer hergestellt werden, finden immer mehr vegane Käsesorten und sogar Eis ihren Weg ins Kühlregal. Auch viele Produkte aus dem Alltag sind bereits vegan, ohne dass Sie vielleicht damit rechnen. Diverse bekannte Süßigkeiten-Marken wie Rittersport „Marzipan“, Skittles und sogar Oreo-Kekse besitzen keine tierischen Bestandteile und schränken die vegane Lebensweise weniger ein, als mancher anfangs denkt.