In den eigenen vier Wänden gemütlich vor dem Kamin sitzen, wenn es draußen regnet oder schneit. Das ist der Traum vieler Eigenheimbesitzer. Doch für den Traum vom eigenen Kamin bedarf es zunächst eines Schornsteines. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, einen Schornstein einzubauen. Zum einen kann der Schornstein an der Hauswand angebracht werden. Zum anderen kann dieser entweder aus einzelnen Elementen hochgemauert oder als Fertigteilschornstein geliefert werden. Hinzu kommen weitere Arbeiten, die bei den Kosten für einen Kamin berücksichtigt werden müssen.

Kamin bereits beim Hausbau einplanen

Zwar ist es generell möglich, einen Kamin samt Schornstein nachträglich einzubauen, allerdings fallen die Kosten dann oft höher aus, als wenn dieser bereits beim Hausbau berücksichtigt wird. So kann bereits beim Bau des Hauses ein Schornstein mit eingebaut werden, sollte man sich erst später für einen Kamin entscheiden. Je nach Wahl des Kamins fallen unterschiedliche Kosten an. So können Kaminöfen mit Speckstein bis zu 8.000 Euro kosten. Allerdings gibt es auch Einstiegsmodelle für wenige hundert Euro. Besonders platzsparend sind Eckkaminöfen. Hier beginnen die Preise ab 1.000 Euro. Eine Vielzahl an Eckkaminöfen gibt es beispielsweise bei Kamdi24.de.

Kostenfaktor Kosten
einzügiger Schornstein 2.500 bis 3.000 Euro
Ausstieg und Tritt 500 bis 1.000 Euro
Verkleidung des Schornsteins 200 bis 1.000 Euro
Kaminofen 300 bis 8.000 Euro
Gesamtkosten 3.500 bis 13.000 Euro


Je nach Materialwahl und Etagenanzahl des Hauses können die Kosten für den Einbau eines Kamins inklusive Schornstein höchst unterschiedlich ausfallen. Darüber hinaus kommt es auch darauf an, ob es sich um einen wasserführenden Kamin handelt. Dieser wird an das Heizungssystem angeschlossen, wodurch er nicht nur den Raum aufheizt, in dem er steht, sondern darüber hinaus seine überschüssige Energie dem gesamten Haus zur Verfügung stellt. In der Regel sind solche Kaminsysteme teurer. Jedoch können sich die Anschaffungskosten über die Jahre hinweg durch eingesparte Heizkosten amortisieren.

Nachträglicher Einbau mit erhöhtem Aufwand verbunden

Der Hausbau mit Kamin ist generell mit Mehrkosten verbunden. Aus diesem Grund entscheiden sich einige Bauherren zunächst „nur“ für den Einbau eines Schornsteins, um sich die Option für einen Kamin offen zu halten. Besonders sparsame Bauherren, die auch auf den Einbau eines Schornsteins verzichten, müssen mit erheblichen Mehraufwand rechnen, sollten sie sich später für einen Kamin entscheiden. Zwar ist es möglich den Abzug entlang der Hauswand anzubauen, allerdings stören die glänzenden Edelstahlrohre mitunter das einheitliche Erscheinungsbild des Hauses. Ein nachträglicher Einbau eines Schornsteins im Haus ist hingegen mit erheblichen Eingriffen in die Bausubstanz des Hauses verbunden.

Kamin einbauen und Heizkosten sparen

Angesichts immer weiter steigender Heizkosten liegen die Vorteile eines Kamins klar auf der Hand. Vor allem im Herbst, wenn die Temperaturen sich nur langsam dem Gefrierpunkt nähern, bietet sich die Befeuerung des Kamins an. Die Räume werden schnell warm, ohne dass die Heizungsanlage in Betrieb genommen werden muss. Darüber hinaus ist das Heizen mit Holz umweltfreundlicher als beispielsweise mit Gas. Denn es wird nur so viel CO2 bei der Verbrennung freigesetzt, wie das Holz während des Wachstums aufgenommen hat. Aus diesem Grund wird das Heizen mit Holz oftmals auch als „CO2neutral“ oder „klimaneutral“ bezeichnet.