Mit dem steigenden Bewusstsein für eine gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit wächst auch die Nachfrage nach Bio Obst seit einigen Jahren stetig. Inzwischen ist jedoch auch das Angebot so groß, dass es beim Kauf von Bio Obst einiges zu beachten gibt.

Vielfalt der Bio-Siegel

Bio Obst ist in Supermärkten, Bioläden, auf dem Markt oder in Shops für Bio-Obst eigentlich immer gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen, denn es gibt nicht nur ein einheitliches Bio-Siegel. Bioland ist das älteste in Deutschland gebräuchliche Siegel und hat strengere Vorgaben als die EU-Öko-Verordnung. Sehr gebräuchlich ist auch das deutsche Bio-Siegel. Alle mit ihm ausgezeichneten Lebensmittel dürfen nicht unter Verwendung von Düngemittel, Antibiotika, Bestrahlung oder Gentechnik entstanden sein. Ein weiteres Siegel ist Naturland. Die damit gekennzeichneten Lebensmittel müssen aus rein biologischem Anbau stammen, bei dem die Böden vorher auf Schadstoffe untersucht wurden. Außerdem fordert Naturland fairen Handel ein, der eine faire Bezahlung und gerechte Arbeitsbedingungen beinhaltet. Ebenfalls häufig genutzt sind die Siegel Fair Trade, Demeter und das EU-Bio-Siegel. Sind Obst oder andere Lebensmittel mit einem oder mehreren dieser Siegel ausgezeichnet, dann handelt es sich wirklich im Bio Obst aus einem regelmäßig auf die Einhaltung der Richtlinien kontrollierten Anbau.

Bio ist nicht gleich regional

Häufig besteht die falsche Annahme, dass Bio-Obst immer aus der Region stammt. Hierzu gibt es bei den meisten Siegeln jedoch keine Vorschrift. Die Art des Anbaus muss zwar bestimmten Richtlinien erfolgen, wo das Obst angebaut wird, ist jedoch nicht eingeschränkt. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Kennzeichnung der Früchte. Es muss im Verkauf immer das Herkunftsland mit angegeben werden. Bio Obst aus anderen Ländern muss zum Erhalt der Siegel die gleichen Richtlinien erfüllen. Wer jedoch auch aus Gründen des Umweltschutzes lieber Bio Obst einkaufen möchte, der sollte auf das Herkunftsland achten. Regionale Produkte haben deutlich kürzere Transportwege, schonen damit die Umwelt und kommen frischer in die Regale der Händler. Wenn keine Auszeichnung zu finden ist, dann hilft häufig die Nachfrage beim Händler.

Frische und Geschmack

Wie bei jedem Obst gilt auch beim Bio Obst die Frische als ausschlaggebender Punkt für die Qualität. Je nach Obstsorte lässt sie sich meistens schon auf den ersten Blick erkennen. Druckstellen sind kein Problem, wenn das Obst zeitnah verzehrt wird. Gelagert werden können solche Früchte jedoch manchmal nicht, da Druckstellen zur Fäulnis neigen können. Gibt ein Blick noch keinen Eindruck von der Frische, dann hilft es, das Obst anzufassen und dabei die Festigkeit zu prüfen. Manche Sorten, wie Nektarinen, Kiwis und Birnen schmecken jedoch erst richtig lecker, wenn sie schon etwas weich geworden sind.

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