Die Geschichte des Champagners beginnt ungefähr im Jahr 1700 mit einem Kellermeister im Kloster Hautvillers nahe der Stadt Reims, der “Hauptstadt” der Champagne-Region in Frankreich. Der Sage nach stellte ein Mönch mit Namen Dom Pérignon Weine für seine Ordensbrüder her. Er beendete den Fermentationsprozess allerdings nicht vollständig, bevor er den Wein in Flaschen füllte und sie verkorkte. So setzte in den warmen Frühlingsmonaten ein zweiter Fermentationsprozess ein. Es entstand Kohlensäure, die in der verschlossenen Flasche gefangen war.

Dom Pérignon entdeckte später, dass einige der Flaschen im Keller explodiert waren. Er öffnete also eine der intakten Flaschen und probierte den Wein. Dies inspirierte ihn zu seinem berühmten Satz “Kommt schnell her! Ich trinke die Sterne!” Der Champagner war geboren und erhielt so den Namen der Region, in der er erstmals hergestellt wurde. Möet & Chandon stellen heute als Tribut für diesen Mönch den Champagner “Dom Pérignon” her. Zu Ehren des Kellermeisters wurde sogar eine Bronzestatue außerhalb von Möet & Chandon in Epernay in Frankreich errichtet.

Die Champagner-Erzeugung heute

Auch heute noch wird Champagner nach der klassischen Methode hergestellt. Der wichtigste Schritt dabei ist der zweite Fermentationsprozess. Dazu wird ein Basiswein mit Hefe versehen und darf in einem kühlen Keller ruhen. Hier vollzieht sich der zweite Fermentationsprozess und es entsteht Alkohol und Kohlensäure. Da die Flaschen verschlossen sind, kann die Kohlensäure nicht aus dem Wein entweichen.

Nach einigen Monaten sterben die Hefen im Wein ab und der zweite Fermentationsprozess ist abgeschlossen. Der Champagner bleibt aber noch für einige Zeit im Keller damit die Hefen ihre komplexen Aromen an den Wein abgeben können. Der beste und teuerste Champagner wird für fünf Jahre oder sogar länger gereift.

Das Rütteln der Champagner-Flaschen

Nachdem der Reifeprozess abgeschlossen ist, müssen die abgestorbenen Hefen entfernt werden. Dies passiert durch das sogenannte Rütteln. Dazu werden die Champagnerflaschen zunächst fast waagerecht in ein Regal gelegt. Jeden Tag werden die Flaschen ein wenig mehr geneigt, bis sie schließlich senkrecht stehen und die Hefen sich im Flaschenhals angesammelt haben.

Nun beginnt das Degorgieren. Der Flaschenhals wird in ein Eisbad gelegt, damit der Hefepfropf im Hals gefriert. Nach dem Öffnen der Flasche wird so der Eispfropfen von der Kohlensäure aus der Flasche gedrückt. Dieser Vorgang ist nicht nur sehr aufwendig, sondern es geht dabei auch viel Champagner verloren. Diese Methode wird heute also nur noch selten eingesetzt.

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