Wie man beim Möbelkauf richtig sparen kann. Denn schließlich soll die neue Polstergarnitur oder der Kleiderschrank nicht nur schick aussehen, sondern auch lange halten. Wie es mit der Qualität von Möbelstücken aussieht, kann jeder mit einfachen Tests wirksam selbst prüfen.

Zum Zerreißen gespannt
Bei Polstersesseln und –sofas sind die Nähte das A und O bei einer Zerreißprobe. Gleichmäßige Nähte zeugen von guter Qualität. Man gewinnt einen Eindruck von der Reißfestigkeit, legt man beide Hände recht uns links einer Naht flach auf, die Daumen parallel dazu. Dann zieht man das Material auseinander, bis die Striche sichtbar sind je enger die Striche, desto haltbarer die Naht. Sollte man durch kräftigeres Ziehen gar durch Grenzen der Haltbarkeit gelangen, weiß man, was einen später erwartet.

Fingerspitzen gefühlt gefragt
Die Fingerprobe gibt Aufschluss über den Formschaum (Kaltschaum), der gewissermaßen das Herzstück der Polsterkonstruktion darstellt. Mit zwei gekrümmten Fingern, am besten mit Zeige- und Mittelfinger, drückt man die Oberfläche circa zehn Sekunden kräftig ein. Dann lässt man ruckartig los. Streicht man jetzt mit der Hand sanft über die Druckstelle, lässt sich fühlen, ob eine – wenn auch leichte – Delle zurückgeblieben ist. Diese bildet sich zwar nach kurzer Zeit zurück, bei Qualitätsschaum entsteht sie aber erst gar nicht.

Auf den Holzweg gebracht
Ein Blick auf die Rückseite der Schrankwand gibt meist Auskunft darüber, ob es sich um Echtholz oder furniert handelt. Ist das nicht möglich, gibt eine Fühlprobe der Seitenwand von hinten Aufschluss. Eine deutlich rauere Oberfläche der Spanplatte weist auf Furnier hin. Ist auch diese glatt, kann eine Folie zur Tarnung aufgeklebt sein. Falls das Holz massiv ist, sind die Kanten der Hinterseite in den meisten Fällen leicht angeschrägt. Das kommt von Glattschleifen.

Mit Information beschlagen
Auch nicht zu vergessen: Die Stabilität hängt von den richtigen Beschlägen ab. Metallbeschläge sind zu bevorzugen. Sie sollten eingelassen (versenkt) sein. Bei schweren Türen sind Stangenscharniere stabiler als Topfbänder. Schubkästen funktionieren am besten auf kugelgelagerten Teleskopschienen. Ruhig eine herausgezogene Schublade leicht hinunterdrücken. Gibt sie arg nach, ist die Qualität nicht besonders.