DSLM (spiegellose Systemkamera) ist DSLM – oder nicht? Da diverse Faktoren die Bildqualität der fertigen Fotos beeinflussen, unterscheidet sich auch die Güte der Kameras teilweise deutlich. Welche Eigenschaften besonders wichtig sind und worauf Sie somit beim Kauf einer neuen Systemkamera achten sollten, erklären wir im folgenden Artikel.

Mehr Megapixel ist besser!

Nein, leider nicht. Wenn es so einfach wäre, könnten Sie ohne Probleme die beste DSLM auswählen. Die Anzahl der Megapixel sagt nur aus, in welcher Auflösung die fertigen Schnappschüsse maximal vorliegen können. Ein höherer Wert führt also zu größeren Fotos – aber die müssen qualitativ nicht gleichzeitig besser aussehen. Wenn Sie ein Bild auf eine große Leinwand malen, wird das Ergebnis eines professionellen Künstlers auch auf einer kleinen DIN-A4-Seite wahrscheinlich besser aussehen. Achten Sie also nur bedingt auf diesen Wert.

Wichtig: das Objektiv

Ohne ein gutes Objektiv werden Sie Ihrer DSLM keine guten Fotos entlocken können. Schauen Sie sich wenn möglich nach einem Modell um, das…

  • … möglichst viel Licht durch die Linse einfangen kann (Lichtstärke).
  • … eine hohe Auflösung und Schärfe auch in den Bildecken liefert.
  • … eine Schärfeebene festlegen kann.
  • … möglicherweise über einen eingebauten Bildstabilisator verfügt.

Bei der Brennweite gibt es kein einfaches „Mehr ist besser“-Prinzip. Alles zwischen 25 und 200 Millimeter ist in Ordnung. Laienhaft ausgedrückt führen höhere Brennweiten stets zu einer Vergrößerung des Bildausschnitts.
Der Sensor der DSLM
Dieses Bauteil lässt sich, anders als das Objektiv, nicht im Nachhinein von Ihnen ändern. Sie sollten also schon beim Kauf auf das richtige Modell achten. Auf den Sensor der Systemkamera fällt das Licht, das durch das Objektiv ins Innere gelassen wird. Je größer und „besser“ dieser Sensor ist, desto mehr Informationen kann er aufnehmen und desto schöner, detaillierter und lebendiger sieht dann auch das fertige Bild aus.

Der Weg zum Fotografen

Objektiv und Sensor sind maßgeblich für die Qualität der fertigen Fotos verantwortlich, auf alle anderen Faktoren haben Sie als Käufer keinen relevanten Einfluss. Aber: Nur weil die Technik mitspielt, heißt das nicht, dass Sie jetzt professionell aussehende Bilder schießen können. Die Einstellungen an der Kamera sind mindestens ebenso wichtig wie das richtige Equipment. Beschäftigen Sie sich also nach dem Kauf mit Stichpunkten wie der Belichtungszeit, Lichtempfindlichkeit, Tiefenschärfe oder auch der Blendenöffnung. Erstklassige Fotos zu machen, ist eine Kunst – aber mit der richtigen Systemkamera haben Sie immerhin schon einen Fuß in der Tür.

Tipp: Wir haben Ihr Interesse mit unseren Kauftipps geweckt? Auf einem der Systemkamera-Portale im Internet erhalten Sie einen Überblick der beliebtesten Kameramodelle.