Der deutsche Immobilienmarkt ist äußerst heterogen. In den boomenden Städten wie München, Frankfurt, Berlin oder Köln scheinen die Preise für Wohnobjekte nahezu zu explodieren. Andernorts, insbesondere in strukturschwachen ländlichen Gebieten, verlieren Grund und Boden und alles, was darauf steht, beängstigend an Wert. Doch hier wie da kann man den Kaufpreis für seine Immobilie günstig beeinflussen. Wie bei jedem anderen Produkt kann gutes ‘Marketing’ mehr Interessenten anlocken bzw. dafür sorgen, dass die Immobilien zu einem guten Preis verkauft werden kann.

Das Inserat als Werbeplattform

Das Inserat ist dabei eine der wichtigsten ‘Werbeplattformen’ für das zu verkaufende Objekt. Und da die überwiegende Zahl an Immobilieninseraten heutzutage nur noch bzw. hauptsächlich im Internet zu finden ist, sollte man die Möglichkeiten, die einem dort zur Verfügung stehen, für seinen Vorteil nutzen. Die meisten Immobilien-Portale stellen ihren Nutzern sehr viel Platz sowohl für Bilder als auch für Texte zur Verfügung. Davon sollte man auch großzügig Gebrauch machen, wenngleich man auch bedenken sollte, dass keiner Lust hat, einen ganzen Roman über ein Haus oder eine Wohnung zu lesen. Aber die potenziellen Käufer interessieren sich natürlich für die wichtigsten Informationen. Diese werden nicht nur über den beschreibenden Text, sondern ganz stark auch über die Bilder transportiert, die man von der Immobilie ins Netz stellt.

Bilder sind wichtig

Mit den Bildern sollte man nicht geizen, alle relevanten Räume, Haus- oder Gartenansichten sollten bebildert werden, idealerweise auch Grundrisse und Lagepläne hinzugefügt werden. Die Bilder sollten das Gezeigte im wahrsten Sinne des Wortes in einem guten Licht erscheinen lassen. Helle Aufnahmen, die möglichst viel zeigen, werden vom Betrachter als positiv wahrgenommen. Schäden oder andere nachteilige Elemente rückt man natürlich nicht gerade in den Fokus seiner Bilder, man vertuscht sie aber auch nicht aktiv. Zudem sollte man darauf achten, dass die Aufnahmen nicht allzu viel Persönliches zeigen, schon gar nicht die eigene Unordnung! Ordentliche und nicht zu vollgestellte Zimmer erleichtern es dem Kaufinteressenten, sich vorzustellen, wie er dieses Objekt zu seinem eigenen machen könnte.

Das muss in den Text

Der Text leitet in der Regel mit Angaben zum Baujahr, dem Objektzustand, der Gesamtgröße sowie der Zimmeraufteilung ein. Damit sind die wichtigsten Informationen gegeben, die potenzielle Käufer brauchen, um zu entscheiden, ob das angebotene Objekt überhaupt für sie in Frage kommt. Niemand hat Lust, nach diesen Angaben erst im Text suchen zu müssen. Es folgt eine detailliertere Beschreibung der Immobilie, die jedoch nicht das Ausmaß eines Exposés haben muss. Dass man bei dieser Beschreibung alle Vorteile der Immobilie in den Vordergrund stellt, ist klar. Kein Interessent erwartet, dass man ihm zuallererst mal alles auf die Nase bindet, was das Objekt weniger attraktiv macht. Dass Wendungen wie ‘verkehrsgünstig gelegen’ oft als Synonym für ‘liegt an einer lauten Straße’ verwendet werden, haben mittlerweile die meisten verstanden.

Bedienen Sie sich als Anbieter also dieser leicht beschönigenden Beschreibungen, aber verbreiten Sie auf keinen Fall Unwahrheiten und verschweigen Sie auch keine Schäden oder renovierungsbedürftige ‘Baustellen’. So etwas rächt sich spätestens, wenn die Interessenten zur Besichtigung kommen und entweder gleich wieder enttäuscht gehen oder sogar jeden einzelnen nicht erwähnten Schwachpunkt zum Anlass nehmen, den Preis zu drücken. Denn der Preis, den Sie im Inserat nennen, wird so verstanden, dass der Verkäufer ihn unter Einbeziehung aller nachteiligen Aspekte für berechtigt hält. Was nicht im Inserat genannt wird, gibt dem potenziellen Käufer immer Anlass, diesen Preis in Frage zu stellen.

Wo inserieren?

Erfreulicherweise gibt es kostenlose Portale, die die Immobilien dann im Internet auffindbar machen. Diese nutzen nicht nur Privatverkäufer, auch Makler bedienen sich dieser Online-Immobilien-Börsen. Wer auf der Suche nach einem Objekt ist, weiß, dass er auf einer solchen Website über die Suche genau nach dem filtern kann, was er sich vorstellt. Das macht die Immo-Portale bei Käufern und Verkäufern gleichermaßen beliebt.