Dank der vielfältigen Kulturlandschaft ist Köln nicht nur ein attraktives Ausflugsziel für Touristen – auch für Einheimische gibt es hier immerzu etwas zu sehen und zu entdecken. Besonders für historisch Interessierte bieten sich neben den klassischen Sehenswürdigkeiten auch ungewöhnliche Führungen in eine andere Zeit an.

Köln hat historisch einiges zu bieten

Von der Antike über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis hin zur Nachkriegszeit sind viele Bauten erhalten, die einen Einblick in vergangene Zeiten erlauben:

Im Praetorium, dem ehemaligen Machtzentrum des römischen Imperiums am Rhein, das als Amtssitz des Stadthalters diente, sind Reste aus vier Jahrhunderten erhalten. Als Erlebnis der besonderen Art lässt sich an einen Besuch im römischen Stadthalterpalast auch eine Führung durch den beinahe 2000 Jahre alten römischen Abwasserkanal anschließen, der an das Foyer des Praetoriums grenzt. Bereits zu Zeiten der Römer befand sich unter der Stadt ein großflächiges Kanalnetz, mit dem Regen- und Schmutzwasser abgeleitet wurde.

Im mittelalterlichen Köln, damals die größte Stadt in Deutschland und eine der einflussreichsten Metropolen Europas, tobte das Leben – und auch der Tod. Vor den Toren der Stadt wütete der Dreißigjährige Krieg, die Pest raffte die Einwohner zu tausenden dahin und der Hexenwahn ließ allerorts die Scheiterhaufen lodern. Wie Bettler, Kaufleute, Mönche, Stiftsdamen, Bürgerinnen und Bürger im mittelalterlichen Cöllen lebten, lässt sich in spannenden Führungen erfahren. Für solche, die ein ganz besonders exklusives Erlebnis wünschen, bieten viele Touristikstellen auch Führungen an, die von historischen Figuren geleitet werden.

Als die Franzosen die Stadt besetzten, glaubte wohl kaum ein Kölner daran, dass Napoleon und die französischen Truppen Ordnung in die doch sehr chaotische Stadt bringen würden. Doch in nicht einmal zwanzig Jahren wurde die gesamte Rheinmetropole grundlegend umgekrempelt: Das Rechtssystem, die Gesellschaftsordnung und die wirtschaftlichen Strukturen erfuhren Veränderungen. Doch während die Straßen sauberer und die Bevölkerung freier wurde, machten auch Schmuggler, Räuberbanden und einfallsreiche Betrüger dem neuen Justizsystem zu schaffen. Noch heute lassen sich zahlreiche Zeugnisse von der Wende, die Köln mit der Besatzung der Franzosen, herbeiführte sehen – dazu gibt es viele Geschichten, die Schmunzeln machen.

1934/35 wurde das El-De Haus im Auftrag von Leopold Dahmen erbaut. Eigentlich war es als Wohn- und Geschäftshaus konzipiert, wurde aber nach einem Baustillstand im Sommer ‘35 von der Gestapo beschlagnahmt. Diese ließen zehn Zellen, kleine Wachräume, sowie Wasch- und Toilettengelegenheiten einbauen und nutzten das Gebäude als Gestapodienststelle und Gefängnis. Heute befindet sich hier das NS-Dokumentationszentrum der Stadt, in dem es wechselnde Ausstellungen zur Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten in Köln zu sehen gibt. Auch die ehemaligen Gefängnisräume, deren Wände zahlreiche Botschaften ehemaliger Inhaftierter zeigen, sind zugänglich.

Führungen zu diesen und vielen weiteren interessanten Themenschwerpunkten in Köln gibt es an den verschiedenen Touristik-Verbänden.

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