Natürlich schwanger zu werden, ist für viele Paare schwerer als zunächst gedacht. Ein beliebtes Hilfsmittel ist der Griff zu sogenannten Kinderwunsch-Tees. Hierbei handelt es sich um Kräuteraufgüsse, die sich regulierend auf den weiblichen Zyklus auswirken und so die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen sollen. Es wird dabei auf Jahrhunderte altes Kräuterwissen zurückgegriffen. Eine große Rolle in der
Zusammensetzung von Kindewunsch-Tees spielen Kräuter, die Frauenheilkräuter genannt werden.

Frauenheilkräuter in Kinderwunsch-Tees

Einige Frauenheilkräuter verraten ihr Anwendungsgebiet schon durch ihren populären Namen. Das Frauenmantelkraut (lateinisch: alchemilla vulgaris) gehört beispielsweise zu den Klassikern und darf in keinem Kinderwunsch-Tee fehlen. Frauenmantel wirkt sich positiv auf das weibliche Geschlechtshormon Östrogen aus und kann somit für den Eisprung förderlich sein. Auch hilft die regelmäßige Einnahme von Frauenmantel gegen PMS-Beschwerden. Diese werden häufig durch hormonelle Verhütungsmittel behandelt, welche für Kinderwunsch-Paare jedoch aus naheliegenden Gründen keine Option darstellen. Frauenmantel im Kinderwunsch-Tee schlägt somit zwei Fliegen mit einer Klappe.

Phytohormone in Kinderwunsch-Tees

Viele Frauenkräuter wirken durch ihre enthaltenen Phytohormone. Diese Pflanzenstoffe ähneln den menschlichen Hormonen und wirken sanft auf diese ein. Schafgarbe (Achile millefolium) ist ein gut bekömmliches Frauenkraut, welches aufgrund dieser Wirkstoffe in Kinderwunsch-Tees zu finden ist und auch gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt wird.

Mönchpfeffer – lieber nicht im Kinderwunsch-Tee

Frauen, die sich mit dem Thema Frauenheilkräuter beim Kinderwunsch beschäftigen, werden schnell mit dem Kraut Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) in Berührung kommen. Hierbei handelt es sich um ein sehr potentes Heilkraut. Bei Mönchspfeffer ist die korrekte Dosierung das A und O. Da diese bei der Mischung und Zubereitung von Kräutermischungen nur schwer kontrollierbar ist, findet man diese Heilpflanze nicht oder nur selten in Kinderwunsch-Teemischungen. Auch sollte die Einnahme von Mönchspfeffer mit einer Apotheker oder einem Facharzt besprochen werden.