Der Vermögensaufbau über regelmäßige Einzahlungen in einen Fondssparplan gehört zu den elegantesten Lösungen für Sparer. Im langfristigen Vergleich erwirtschaften Investmentfonds die höchste Rendite aller Anlageklassen und bieten durch den in einem Sparplan eingebauten Cost-Average-Effekt eine vergleichsweise konstante Performance. Bei der Auswahl eines Fonds, in dem regelmäßig gespart werden soll, gilt es, auf die Kosten zu achten. Banken bewerben ihre Produkte dabei häufig mit Rabatten auf die Ausgabeaufschläge. Bei genauerer Betrachtung allerdings fallen diese bei der Wertentwicklung langfristig kaum ins Gewicht. Viel bedeutender sind die laufenden Verwaltungsgebühren, die vom Fondsmanagement in Rechnung gestellt und vom Fondsvermögen abgezogen werden.

Ein simples Rechenexempel verdeutlicht die Relationen. Ein Anleger, der über einen Zeitraum von 30 Jahren jeden Monat 250 Euro in einen Investmentfonds einzahlt, der durchschnittlich um 10 Prozent im Jahr an Wert gewinnt, kann sich –wenn keinerlei Kosten anfallen – am Ende seiner Bemühungen um 520.000 Euro freuen (vor Steuern). Fallen bei jedem Anteilserwerb 2,5 Prozent Agio an, reduziert sich das Kapitalvermögen bei ansonsten identischen Bedingungen auf 507.000 Euro. Der Ausgabeaufschlag kostet demnach in den gesamten 30 Jahren lediglich 13.000 Euro. Muss der Anleger eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,5 Prozent in Kauf nehmen, fallen die Auswirkungen auf das Ergebnis deutlich stärker aus: Rund 390.000 Euro stehen am Ende des Sparzeitraumes zur Verfügung.

Anleger sollten sich deshalb über die laufenden Kosten eines Fonds unbedingt informieren und der Verwaltungsvergütung größere Beachtung schenken als dem Ausgabeaufschlag. Wer sich mit Kapitalanlagen wenig auskennt, ist gut beraten, in einen börsengehandelten Indexfonds zu investieren. Die Produkte bilden Aktienkörbe wie zum Beispiel des Deutschen Aktienindex passiv ab und sind sehr kostengünstig. Indexfonds können wie Aktien über die Börse gehandelt werden.