Die Kursturbulenzen an den internationalen Aktienmärkten bieten cleveren Anlegern Chancen. Wer zum richtigen Zeitpunkt auf geeignete strukturierte Produkte setzt, kann erstklassige Chance-Risiko-Profile realisieren. Discountzertifikate etwa sind mit außerordentlich günstigen Konditionen ausgestattet. Der Grund für die attraktiven Bedingungen ist die in turbulenten Zeiten hohe Marktvolatilität, die die Schwankungsintensität der Kurse an den Börsen misst. Ein Blick auf die Zusammensetzung eines Discountzertifikates verdeutlicht den Zusammenhang.

Discountzertifikate bestehen – vereinfacht dargestellt – aus einer Position im jeweiligen Basiswert (also der zugrundeliegenden Aktie oder dem Index) und einer Stillhalterposition am Terminmarkt. Der Emittent des Zertifikates veräußert eine Kaufoption auf den Basiswert und vereinnahmt dafür die Prämie. Die Höhe dieser Prämie wiederum ist stark positiv abhängig von der angesprochenen Marktvolatilität. In turbulenten Zeiten kann der Emittent deshalb sehr attraktive Strukturen konstruieren, die dem Anleger erstklassige Möglichkeiten bieten. Das Prinzip von Discountzertifikaten wird in der Vermögensverwaltung auch als „Covered Call Writing“ bezeichnet und schon seit Jahrzehnten benutzt.

Garantieprodukte der klassischen Variante, die dem Investor zum Ende der Laufzeit die Rückzahlung der Einlage garantieren und darüber hinaus eine unterproportionale Partizipation an der allgemeinen Marktentwicklung bieten, sind umgekehrt in volatilen Märkten nicht empfehlenswert, da bei diesen Strukturen Schwankungsbreite nicht veräußert sondern gekauft wird.

Fazit: Anleger sollten sich vor dem Erwerb strukturierter Investmentprodukte ein Bild von der Marktvolatilität machen. Die Nutzung der Schwankungen kann zu signifikanten Verbesserungen des Anlageergebnisses führen.