Der Journalismus hat sich in den letzten Jahren, schon in den letzten Jahrzehnten, als die unabhängige vierte Gewalt im Staat betrachtet. Je nach Ressort kann schon ein einziger Journalist einen Skandal auslösen, der die politische Landschaft in einem gesamten Land ändert. Natürlich gibt es aber viel mehr Journalisten, die eigentlich eher kleine Aufgaben haben. Nur wie sieht das typische Journalistenleben eigentlich aus?

Veranstaltungen und viel Recherche

Das Ergebnis der Arbeit eines Journalisten sieht man immer nur in Form eines Artikels in einer Zeitung oder in einem Blog. Dabei ist hierfür viel Arbeit notwendig. So muss zum Beispiel ein politischer Journalist für einen normalen Artikel nicht selten eine große Menge an Pressemitteilungen der Parteien auswerten, Parteitage besuchen und sich mit seinem Presseausweis bei diversen halb-öffentlichen Veranstaltungen akkreditieren. In der Regel führt er hier Interviews, versucht, Kontakte zu knüpfen und so selbst an die Storys zu kommen. Der investigative Journalismus, wie man ihn etwa aus der NSA-Affäre oder sogar aus den Watergate-Fällen kennt, ist eher selten im normalen Journalismus zu finden. Die Aufgabe ist es, die verschiedenen Berichte richtig zu werten und am Ende in einen neutralen Artikel zur Information der Leser zu fassen.

Pressearbeit im Sinne der eigenen Gewerkschaft

In den letzten Jahren hat sich auch das Leben der Journalisten stark verändert. So haben sich immer mehr Verbände, wie zum Beispiel die International Association of Press Photographers (www.ia-pp.com) oder der Deutsche Journalisten-Verband (www.djv.de) etabliert, die die Interessen der Journalisten in der modernen Welt der Medien schützen wollen. Auch durch das Internet hat sich die Arbeit verändert. Informationen gelangen schneller zum Leser und die Zeitungen müssen fundierte Artikel bieten, wenn sie sich noch verkaufen wollen. Daher wird die Arbeit hier inzwischen vor allem durch Interviews bestimmt – eine Form der Berichterstattung, bei dem das Internet noch nicht mithalten kann. Am Ende steht vor allem die Information an erster Stelle – und das passende Medium für die eigene Arbeit.