Richtig festlich soll es werden – an den Wänden leuchten Kerzen in romantischen geschmiedeten Kandelabern, und der geschmückte Immergrünkranz hängt dieses Jahr mal mit langen Bändern von der Decke. Damit Sie dieses stimmungsvolle Ambiente ohne Pannen durch die Adventszeit begleitet, ist Umsicht angesagt.
Grundvoraussetzung, damit Decken und Wände die dekorative Last tragen: den idealen Dübel wählen. Den gibt es für jeden Baustoff.
Wer sich nicht sicher ist, was ihn hinter der Raufaser erwartet, sollte in jedem Fall ohne Schlag anbohren. Dringt der Bohrer leicht ein, handelt es sich um einen weichen Baustoff wie Gips, Bims oder Porenbeton. Ist nach Überwinden der ersten Putzschicht kein Vorankommen zu erkennen haben Sie es mit Vollmauerwerk oder Beton zu tun.

Erst die Länge peilen, dann gut reinigen
Dann heißt es auf Schlag umstellen. Tipp für Ratlose: die Mohranalyse. Sie hilft den richtigen Dübel finden. Weiße Partikel deuten bei Vollmauerwerk auf Kalksandstein hin, rote auf Ziegel, grauer Bohrstaub auf Beton.
Die Bohrlochtiefe errechnet sich übrigens aus der Länge des Dübels plus etwa zehn Millimetern als Reserve. Damit die gebohrte Länge voll zur Verfügung steht und man so den optimalen Haltewert der Verankerung hat, saugt man mit dem Staubsauge am besten den Bohrstaub ab.
Wer die Haken so bombensicher in Wand und Decke fixiert, kann sich auf unbeschwertes Dekorieren und eine ebensolche Vorweihnachtszeit freuen.

1. Der Intelligente für Hohlräume
Decken aus Plattenbaustoffen wie Gipskarton, Sperrholz-, Span- und Hartfaserplatten finden sich oft in Altbauwohnungen. Für diese abgehärteten Deckenkonstruktionen ist der Federklappdübel ideal.
1.1 Ein Loch bohren: Je nach Baustoff und Stärke des Dübels mit dem entsprechenden Bohrer an gewünschte Stelle ein Loch in die Decke bohren.
1.2 Den Dübel einführen: Nun den Klappdübel – die Feder liegt dabei parallel zur Schraube – in das Loch einführen.
1.3 Ausklappen mit Gefühl: Den Dübel so tief in das Bohrloch schieben, dass die beiden Metallschenkel sich hinter der Beplankung auffalten können.
1.4 Optimal fixieren: Zu guter Letzt wird der Schraubhaken so weit wie es geht in Decke beziehungsweise Wand gedreht.

2. Der Profi für Beton und Vollmauer

Wenn Wand und Decke eine harte Nuss sind, ist man mit einem klassischen Spreizdübel bestens beraten.
Der mit den Widerhaken: Wie der Name schon sagt, spreizt das Eindrehen eines Schraubhakens den Dübel gegen die Wand des Bohrlochs. Diese Dübel gibt es mit Holz- und Spanplattenschrauben.

3. das Genie für unsichere Fälle
besonders in alten Häusern findet man bisweilen Mauern und Decken, die mit Bauschutt, Strohmatten und Ähnlichem aufgefüllt wurden. So genannte „Klebeanker“ sind hier die sicherste Lösung.
3.1 Siebhülse einsetzen: An gewünschter Stelle ein Loch bohren und eine Injektionssiebhülse aus Kunststoff einsetzen
3.2 Kleber einspritzen: Nun einen schnell abbindenden 2-Komponenten-Kunstharzmörtel in das Bohrloch spritzen
3.3 Schraube einstecken: Der Injektionsmörtel wird hochfest. Daher jetzt einfach die Gewindestange in den Kanal stecken