Mit sanfter Naturmedizin haben Schnupfen, Rheuma und andere Beschwerden jetzt keine Chance.

Bis vor etwa 200 Jahren konnten wir Menschen uns nur mit Mitteln aus der Natur heilen. Heute wird wieder auf dieses Wissen zurückgegriffen. Denn mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Heilkraft der Pflanzen sehr groß ist. Und das sanfte Medizin aus der Natur (Phytotherapie) oft genauso gut hilft, wie chemisch hergestellte Medikamente.

Efeu löst fest sitzenden Husten
In den Blättern des immergrünen Efeus sind Stoffe, die krampflösend und antibakteriell wirken. Besonders gut bewährt sich Efeu bei chronischen Bronchialerkrankungen. Und auch Kindern hilft ein Hustensaft aus Efeu wunderbar. Achtung: immer nur Fertigprodukte kaufen, denn frischer Efeu ist giftig.

Fichte hilft gegen Kältegefühl
Wenn die Kälte durch dicke Wintermäntel kriecht, hilft ein Bad in Fichtennadelöl. Das Öl steigert nämlich die Durchblutung. 200 bis 300 Gramm frische Fichtentriebe mit 1 Liter heißem Wasser überbrühen, 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und ins Vollbad geben. Fichtenöl gibt es außerdem als fertigen Badezusatz zu laufen. Bitte nicht bei Fieber oder Herzschwäche verwenden, das ist für den Körper zu anstrengend.

Nachtkerze und Borretsch beruhigen gereizte Haut
Von der kalten Frischluft in die trockene Heizungsluft – da spielt oft die Haut verrückt. Die Öle aus Samen der Nachtkerze und des Borretsch hemmen Entzündungen, beide Pflanzen helfen deshalb sogar gegen Neurodermitis. Äußerlich wird das Borretsch-Öl als Lotion zum Einreiben genommen. Außerdem kann man beide Öle in Form von Kapseln auch einnehmen (alles Apotheke). Eine sichtbare Wirkung tritt nach 4 bis 12 Wochen ein.

Umckaloabo schützt die Atemwege
Eigentlich heißt diese Pflanze Kapland-Pelargonie. Aber „Umckaloabo“ bedeutet in der Sprache des südafrikanischen Zulu-Stammes „schwerer Husten“. Und genau dagegen hilft die Wurzel dieser Geranienart. Umchaloabo aktiviert durch seine Gerbstoffe und ätherischen Öle gleichzeitig die körpereigene Virenabwehr, schützt dabei die Zellen und löst zähen Schleim. So helfen Umckaloabo- Tropfen schon bei leichtem Husten und Schnupfen und können verhindern, dass eine Bronchitis entsteht. Auch Kinder ab 1 Jahr dürfen diese gut verträglichen Tropfen bereits nehmen.

Sonnenhut stärkt das Immunsystem
Die Wurzel des blassfarbenen Sonnenhuts stimuliert nicht nur das Immunsystem, sonder bekämpft auch Bakterien und Viren. Die auch Kegelblume oder Echinacea pallida genannt Pflanze hilft deshalb gut bei allen grippeartigen Infekten. Dragees, Tabletten oder Tropfen gibt es in Apotheken.

Johanniskraut gegen Winter-Blues
Wenn die Tage grau in grau sind, drückt das aufs Gemüt_ ein Fall für die goldgelben Blüten. Der Tee ist allerdings nicht stark genug. Deshalb lieber zu Tabletten oder Tinkturen greifen. Bei Tabletten sollten Sie mindestens 450 mg Extrakt am Tag zu sich nehmen, bei Tinkturen sollten es 3 ml pro Tag sein. Das Kraut ist nicht verschreibungspflichtig. Es wird aber oft von Krankenkassen erstattet, fragen Sie dort nach.

Kampfer lindert Rheuma
Die nasskalte Witterung begünstigt schmerzhafte Rheumaschübe. Doch mit Kampfer können Sie dagegen etwas tun. Durch Wasserdampf wird dem Kampferbaum das Öl entzogen. Dieses Öl stillt bei Rheuma den Schmerz und regt die Durchblutung an. Salben mit Kampferöl gibt es in Apotheken.

Kamille beruhigt die Schleimhäute
Hier sind die getrockneten oder frischen Blütenköpfchen die Wunderheiler: Sie wirken entzündungshemmend. Aus diesem Grund hilft Kamille sehr gut bei Schleimhautentzündungen und bakteriellen Entzündungen der Mundhöhle. 100 ml hei0es Wasser auf 3 – 10 g getrocknete Kamillenblüten gießen und damit 3 Minuten lang gurgeln. Dies bis zu 5- Mal täglich wiederholen.

Wasserdost lässt Erkältungsviren abblitzen
Schon die indianischen Medizinmänner haben bei Fieber und Erkältung einen Extrakt aus Wasserdost gegeben. Denn die Pflanze wirkt schweißtreibend, fiebersenkend und ist gut verträglich. Wasserdost kann sogar verschnupften Babys ab dem 6. Monat gegeben werden.