Da es in der Schweiz an Pflegefachkräften mangelt, holen sich viele Spitaler Personal aus Deutschland. So arbeiten beispielsweise alleine am Basler Unispital rund 900 Grenzgänger – davon pendeln zwei Drittel von ihnen täglich aus Deutschland.

Klinikbeschäftigte aus dem Ausland

Der Grund liegt darin, dass die eidgenössischen Kliniken und Heime zu wenige Pflegekräfte ausbilden. Mittlerweile stammen bis zu 40 Prozent der Beschäftigten aus dem Ausland. Der Schweiz droht deshalb ein Ärzte- und Pflegekräftemangel. Nur grenznahe Städte wie Basel profitieren von der Nähe zu Süddeutschland. Obwohl sich zurzeit noch genügend Personal finden lässt, gehen Experten davon aus, dass in Zukunft die Suche nach passenden Mitarbeitern anstrengender werden wird. Noch finden die Spitäler ihre Mitarbeiter über Fachzeitschriften und Stellenausschreibungen. Bislang gestaltete sich die Mitarbeitersuche recht einfach, da die meisten Bewerber sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda von Freunden und Bekannten, die dort ebenfalls beschäftigt sind, selbstständig bewarben.

Ausländische Pflegekräfte in Zahlen

So stammen heute in der Riehener Klinik knapp 70 Prozent des Pflegepersonals aus der Schweiz, der Rest sind Ausländer. Nach Auskunft der Klinikleitung pendeln täglich zwischen 10 und 20 Prozent aus Südbaden. In der Altenpflege sieht es völlig anders aus, hier stammt bereits die Hälfte des Personals aus dem Ausland. Nur im Ärzteteam ist der Anteil der Deutschen mit 15 Prozent noch geringer.
In diesem Jahr haben 180 Auszubildende in Basel ihre Ausbildung als Fachfrau oder Fachmann Gesundheit begonnen. Um den Nachwuchsbedarf zu decken, müssten allerdings noch zusätzlich 250 bis 300 Auszubildende hinzukommen.

Zukunftsperspektiven

Es ist absehbar, dass es in Zukunft zusätzlicher Anstrengungen bedarf, um dem Pflegenotstand zu entgehen. Eine Lösung ist die weitere Förderung von Einstellungen ausländischer Pflegekräfte, überwiegend aus Deutschland. Dass bereits jetzt viele Pflegekräfte aus Deutschland kommen und in ihrem neuem Heimatland, der Schweiz, glücklich sind und positiv der Zukunft entgehen sehen, zeigt folgendes Beispiel: http://pflege-berufe.ch/portrait-pflegefachfrau.
Pflegekräfte aus Deutschland, die mit dem Gedanken spielen, in die Schweiz auszuwandern, können auf dem nachfolgendem Portal eine deutsche Pflegefachfrau kontaktieren und mit ihr Erfahrungen austauschen und sich Tipps holen: http://www.jobundkarriereblog.ch/neues-aus-der-welt-der-pflegeberufe-teil-3.