Wichtige Aspekte bei der Auswahl einer Einrichtung
Egal, ob die Entscheidung für eine Seniorenresidenz oder eine Wohnungsgemeinschaft für Senioren fällt – folgende Fragen sollten vorher geklärt sein:
• Wie viel Platz wird benötigt – z. B. Zimmer mit Kochnische?
• Sollte ein Rundum – Service vorhanden sein, oder ist selbstständige Versorgung gewünscht?
• Sind Haustiere erlaubt?
• Befindet sich der neue Lebensmittelpunkt in der Nähe der alten Wohnung, und wie wichtig ist das für den älteren Menschen?
• Welche Freizeitangebote sind in der Nähe bzw. schnell erreichbar?
• Wie viel Geld steht für die Finanzierung zur Verfügung?
• Muss der Bewohner ausziehen, wenn er pflegebedürftig wird, oder kann er in der Einrichtung bleiben und dort versorgt werden?

Wer diese Fragen beantwortet hat, kann mit der Suche nach einer Einrichtung beginnen (z .B. Branchenbuch oder Internet).

Die Suche nach einem Heim oder einer WG
Wichtig ist es, die Auswahl in Ruhe zu treffen und nicht zu überstürzen. Da es viele Seniorenresidenzen und Wohngemeinschaften gibt, ist es hilfreich, zunächst eine Liste mit allen in Frage kommenden Einrichtungen zu erstellen. Davon können dann die gestrichen werden, die die Anforderungen nicht erfüllen (z. B. weil zu teuer). Die Einrichtungen, die übrig bleiben, kommen in die engere Auswahl. Dort einen Besichtigungstermin ausmachen – vor Ort lassen sich viele Fragen klären, und man bekommt einen ersten Eindruck.

Seniorenresidenzen – worauf kommt es an?
Wer sich für eine Seniorenresidenz entscheidet, sollte wissen, dass sie dem Heimgesetz (HeimG) und dem Pflegequalitätssicherungsgesetz (PQsG) unterliegen. Bevor man sich für ein Objekt entscheidet, könnte ein „Probewohnen“ vereinbart werden. So erhält man einen Eindruck von Tagesablauf und Wohnatmosphäre und kann sich die Residenz in aller Ruhe ansehen. Hat man sich entschieden, kommt es auf denn Inhalt des Heimvertrages an. Wichtig ist, dass:
• Der Heimvertrag vier Wochen vor Vertragsbeginn schriftlich vorliegt und allgemeinverständlich geschrieben ist;
• Zimmer/Apartment exakt benannt sind (z. B. Zimmernummer);
• Die Höhe der monatlichen Kosten und Leistungen schriftlich aufgeführt ist – um unerwartete Zusatzleistungen zu vermeiden;
• Haftungsfragen und Sondervereinbarungen vor der Unterschrift juristisch geprüft werden.

Welche Vorteile haben Wohngemeinschaften?
Senioren – Wohngemeinschaften gibt es z. B. in Mehrgenerationenhäusern oder großen Wohnungen. Die Vorteile: soziale Kontakte, keine Vereinsamung im Alter. In Mehrgenerationenhäusern können jüngere Bewohner die älteren unterstützen, Einkäufe übernehmen, bei der Wäsche helfen. Vorteil: Es ist immer jemand da, der im Notfall z. B. einen Arzt rufen kann. Während junge Eltern arbeiten gehen, passen die älteren Generationen auf die Kinder auf und haben eine Aufgabe. Beim Abschluss eines WG – Vertrags sollte man darauf achten:
• Der Mietvertrag eine Klausel enthält, die dem Bewohner ein Mitspracherecht bei Neuvermietungen bzw. Zuzug in die WG sichert;
• Der Vertrag nicht endet, wenn der Mieter z. B. pflegebedürftig werden sollte;
• Keine Klausel im Vertrag steht, die den Mieter an einen bestimmten Pflegedienst bindet.