In einem kleiner werdenden Bewerbermarkt müssen Unternehmen mehr Ressourcen investieren, um ihre offenen Stellen adäquat besetzen zu können. In Deutschland verschärft der Demographische Wandel die Situation.

Zwar besteht momentan noch ein Allzeit-Hoch, was beispielsweise die eingeschriebenen Studenten an Universitäten betrifft, doch in den nächsten zehn Jahren werden immer mehr Angehörige der geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. So entsteht eine Schieflage, die die jüngeren Generationen nicht mehr lange kompensieren können.

Für die Personalsuche gilt es, sich jetzt nah an der jeweiligen Zielgruppe zu positionieren und einen Teil der Recruiting-Maßnahmen gezielt darauf auszurichten. Hierbei können im Bereich E-Recruiting sogenannte Nischen-Jobbörsen helfen, die sich auf einzelne Branchen oder Karrierestufen (z.B. Ingenieure, Studenten oder Berufseinsteiger) spezialisiert haben.

Die Vorteile von Nischen-Jobbörsen

Die sich verändernden Arbeitsmarktbedingungen machen es erforderlich, mehr Marketing-Prämissen in die Personalbeschaffung einfließen zu lassen: Alle Recruiting-Maßnahmen müssen zielgruppenfixiert ausgespielt werden. Andernfalls läuft man Gefahr, im „War for Talents“ von Wettbewerbern überholt zu werden, die ihr Personalmarketing präsenter platzieren konnten.

Konkrete Empfehlungen für HR-Abteilungen:
• Werbebanner auf der richtigen Webseite buchen (z.B. Jobbörsen, Karriereportalen, Nischen-Portale)
• Stellenanzeigen nicht einfach breit streuen, sondern gezielt auf den passenden Jobportalen schalten
• eine attraktive „Arbeitgebermarke“ aufbauen (Mitarbeiterzufriedenheit, Image, Soziales Engagement etc.)
• (Multimediale) Firmenprofile buchen, getreu dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Die gezielte Ansprache potentieller Kandidaten ist für Arbeitgeber ein weiteres Werkzeug, um offene Stellen effektiv zu besetzen. Diese „Active Sourcing“ genannte Maßnahme wird durch sogenannte Lebenslauf-Datenbanken ermöglicht, in die Kandidaten Ihr Kompetenz-Profil hochladen. Personaler können die Datenbank gezielt nach ihren Wunschkriterien wie Studiengang, Berufserfahrung, IT-Kenntnisse durchsuchen und die Kandidaten kontaktieren.

HR-Mitarbeiter werden zu Spezialisten

Stillstand ist Rückschritt. Das gilt auch für Personaler. Der Berufsstand wird sich den neuen Herausforderungen anpassen müssen. Unternehmen müssen sich dabei aber eines bewusst machen: Die eierlegende Wollmilchsau des Personalreferenten wird es in Zukunft nicht mehr geben. Eine Personalabteilung muss vielmehr aus mehreren Spezialisten bestehen: für Hochschul- und Personalmarketing, Active Sourcing, Talentmanagement, Mentoring und vieles mehr.

Die Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Die Kompetenz, Einsatzbereitschaft und Innovationskraft der Mitarbeiter entscheiden über die Zukunft der Unternehmen.

Weiterführende Informationen zu dem Thema erhalten Sie auf Jobnet.de – das Personalmanagement-Portal.