Chef zu werden ist nicht leicht und ein guter Chef zu sein, noch weniger. Auf welche zehn Eigenschaften es nach Zeit Online vor allem ankommt:

1. Vorbild sein
Ein guter Chef ist durch seine Authentizität gekennzeichnet. Was das ist, hat der amerikanische Sozialpsychologe Michael Kernis 2006 anhand von vier Kriterien definiert. Authentische Menschen:

  • kennen ihre eigenen Stärken und Schwächen,
  • sind für positive und negative Informationen offen,
  • handeln nach ihren Werten und
  • sind ehrlich im Umgang mit anderen.

Solche Menschen dienen vor allem als Vorbild, an denen sich andere orientieren können.

2. Mitarbeiter dürfen mitreden
Natürlich gibt es Entscheidungen, die zuerst im Management besprochen werden müssen. Doch sollte dies nicht ausschließlich dabei bleiben. Nach aktuellen Umfragen sind viele Mitarbeiter damit unzufrieden, dass sie nicht oder nur scheinbar einbezogen werden. Manager gewinnen so zwar Zeit, verlieren aber die Loyalität ihrer Belegschaft. Sie sollte bei wichtigen Entscheidungen, die sich unmittelbar auf den Arbeitsalltag auswirken, miteinbezogen werden. Weitere Informationen zur Führungskräfte Entwicklung unter MDI-Training.com/at.

3. Freiheiten einräumen
Wer seine Mitarbeiter mit strenger Hand kontrolliert, versperrt ihrer Kreativität den Weg. Besonders künftige Fach- und Führungskräfte brauchen aber etwas anderes. Sie brauchen Freiräume, in denen sie sich entfalten können. Konkret bedeutet dies: Flexible Arbeitszeiten, auch mal von zu Hause aus arbeiten können. Dafür muss der Chef seinen Mitarbeitern natürlich Vertrauen entgegenbringen. Jeder einzelne aus dem Team sollte spüren können, dass er wichtig ist und das nötige Vertrauen bekommt.

4. Kollegen Ziele geben
Wer ein Ziel hat, sieht den Sinn in seiner Arbeit. Viele Mitarbeiter wünschen sich, dass der Chef immer wieder über solche Pläne mit ihnen spricht. Doch nur die Hälfte der Vorgesetzten setzt dies auch um, so Zeit Online. Sie sollten also Ziele setzen, sowohl für den Einzelnen, als auch gemeinsame. So entstehen Teamgeist und Einsatz. Wichtig: Ziele müssen zeitlich begrenzt und messbar sein.

5. Coach sein
Wer seinen Mitarbeitern Feedback gibt, darf damit rechnen, dass diese sich mehr Mühe geben und ihre Leistung steigern. Umgedreht gilt das allerdings auch. Auch Führungskräfte sollten ihre Leistung bewerten lassen. Das bietet die Chance, sein Verhalten positiv zu verändern und von der Belegschaft als kommunikativer wahrgenommen zu werden.

6. Leistung honorieren
Wer von seinen Mitarbeitern mehr als nur den Dienst nach Vorschrift möchte, sollte ihnen Anerkennung geben. Darauf legen viele mehr wert als auf Geld. Dabei kommt es darauf an, dass Auszeichnungen für alle sichtbar werden, aber auch, dass die Bedingungen dafür transparent und begründbar sind.

7. Fehler erlauben
Ein offener und konstruktiver Umgang mit Fehlern zahlt sich aus: Ziele lassen sich schneller erreichen, die Renditen wachsen und das Team verbessert sich gegenüber der Konkurrenz. Wichtig ist nur, dass man aus Fehlern auch lernt. Chefs können ihre eigenen Fehler beichten und dazu ergänzen, was sie daraus gelernt haben.

8. Konsequent sein
Nur ein Faulenzer im Team kann dieses nachhaltig in seiner Leistung herabsetzen. Das bedeutet für Chefs: Dieses Verhalten muss konsequent bestraft werden. Umgedreht müssen Fleißige belohnt werden.

9. Zuhören können
Mitarbeitern ist auch wichtig, dass ihr Vorgesetzter Interesse an Ihnen zeigt, präsent ist und die Kommunikation mit ihnen sucht. Das wird allzu oft vergessen.

10. Die Wahrheit aushalten
Gefragt sind auch Führungskräfte, die Fehler offen zugeben. Um auch in hohen Positionen nicht in unbemerkter Selbstüberschätzung unterzugehen, lohnt sich der Rat von unabhängigen Kritikern. Fehlbarkeit ist zwar unangenehm, doch kann sie auch befreiend wirken. Keine Führungskraft muss fehlerfrei sein.