Kunst- und Kultureinrichtungen, darunter insbesondere Museen, sind mit und durch ihren Kunstbestand auch Sinnbild einer gesellschaftlichen Identität. Daher haben sie einen bedeutenden Stellenwert für die Gesellschaft, den es hervorzuheben und auszubauen gilt. An dieser Stelle kommt Kunstmarketing ins Spiel, da sich gerade Museen im Laufe der Zeit von Orten der Wissenschaft zu Einrichtungen öffentlichen Interesses entwickelt haben. Deshalb werden die Akquise neuer Zielgruppen, die Einbindung der Tourismusbranche und der eigene wirtschaftliche Erwerb von Museen immer wichtiger.

Was ist Kunstmarketing?

Kunstmarketing beschäftigt sich damit, Kunst, Kultur und entsprechende Veranstaltungen zu bewerben und zu vermarkten. Im Gegensatz zum herkömmlichen Marketing ist Kunstmarketing aber nicht in erster Linie nur auf wirtschaftliche Gewinne ausgerichtet. Ein großer Teil davon findet auch im Non-Profit-Sektor statt. Es geht hierbei vor allem darum, Kunst- und Kultureinrichtungen Unterstützung bei der Erfüllung ihres Bildungsauftrags zukommen zu lassen.

Nichtsdestotrotz müssen sich Museen und andere Kunsteinrichtungen auch als Unternehmen verstehen, die gewinnorientiert handeln. Denn solch öffentliche Einrichtungen werden nur noch bedingt durch Steuergelder gefördert und finanziert. Stattdessen ist Sponsoring in der Regel der wichtigste Faktor. Folglich ist ein gutes und innovatives Marketing heutzutage von besonderer Bedeutung. Ob Museum, Kunstportal oder Online Kunstgalerie – alle Kunst- und Kultureinrichtungen können von einem gelungenen Kunstmarketing profitieren.

Aufgaben und Ziele

Neben der Anwerbung neuer Besucher oder Käufer zählen auch die Bindung und Betreuung von Stammkunden, die Erweiterung des Bekanntheitsgrades sowie die Gestaltung und Pflege des Marktauftritts und des Erscheinungsbildes einer Institution oder eines Privatkunden zu den Aufgaben von Kunstmarketing. Die Planung und Gestaltung von Werbemaßnahmen und Programmen gehören ebenso dazu. Das Ziel ist es unter anderem, möglichst viele Menschen auf die beworbene Kunst aufmerksam zu machen, sie dafür zu interessieren und sie zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen Kunstwerken einzuladen.

Hierbei spielen die vier großen Standbeine des Marketings eine entscheidende Rolle: Produkt, Preis, Platzierung und Promotion. Die Handlungsfelder von Kunstmarketing erstrecken sich von umfangreichen Promotionsmaßnahmen wie Pressearbeit, Eventveranstaltungen, Aktionen im öffentlichen Raum, die Suche von Sponsoren und Kooperationspartnern und dergleichen bis hin zur Kommunikationspolitik.