Auf welche eigene Leistung sind Sie besonders stolz? Wie würde Ihr bester Freund Sie beschreiben?
Welche besonderen Qualifikationen sollte jemand für die Position, auf die Sie sich bewerben, mitbringen? Auf diese Standardfragen sollten Sie im Bewerbungsgespräch immer eine Antwort parat haben. Worauf Sie außerdem vorbereitet sein sollten und welche Phasen im Gespräch entscheidend sind: Wir haben die Antworten!

Die Begrüßung

Der erste Eindruck entscheidet! Innerhalb von sieben Sekunden entscheidet unser Unterbewusstsein, ob wir eine Person sympathisch finden oder nicht. Das bedeutet, punkten Sie so schnell wie möglich. Gehen Sie offen und lächelnd auf Ihren Gegenüber zu und begrüßen Sie alle Anwesenden mit einem festen Händedruck. Wenn Sie bei der Vereinbarung des Gesprächstermins erfahren haben, wer das Jobinterview führen wird, prägen Sie sich im Vorhinein die Namen ein. So haben Sie die Möglichkeit Ihre Gesprächspartner von Anfang an beim Namen anzusprechen und dementsprechend zu begrüßen. Lassen Sie sich von Ihrer Nervosität nicht aus dem Konzept bringen und versuchen Sie von Beginn an Augenkontakt aufzunehmen und diesen während des Gesprächs zu halten.

Warm werden

Zu Beginn werden oft Fragen zur Auflockerung der Situation gestellt, um die Nervosität des Bewerbers zu überwinden. Hier ist es wichtig, die Balance zu finden. Wenn Ihnen Fragen, wie „Haben Sie gut hergefunden?“, gestellt werden, antworten Sie kurz, aber nicht zu kurz. „Ja“- und „Nein“-Antworten sollten Sie vermeiden, jedoch auch nicht über ein bis drei Sätze hinausgehen.
Konkret heißt das: „Haben Sie gut hergefunden?“ – „Ja, ohne Probleme. Dank Ihrer Wegbeschreibung war das Büro sehr leicht zu finden. Vielen Dank.“

Das Gespräch

Der wichtigste Teil des Bewerbungsgespräches hat stattgefunden, bevor Sie den Raum betreten habe: Die Vorbereitung. Bereiten Sie sich lückenlos auf Ihr Jobinterview vor! Hierbei sollten Sie sich Antworten auf Standardfragen zurechtlegen, damit diese Sie nicht aus dem Konzept bringen. Wenn Sie sich hier vorher Gedanken machen, haben Sie die Chance, sich witzige Anekdoten und schlagfertige Antworten zu überlegen mit denen Sie besonders punkten. Achten Sie dabei darauf, dass Ihre Antworten individuell und persönlich sind. Dass Ihnen Standardfragen gestellt werden, ist normal. Wenn Sie Standardantworten darauf geben, wird dies Minuspunkte zur Folge haben.
Informieren Sie sich außerdem über das Unternehmen und Ihre angestrebte Position. Bei Fragen nach Ihren beruflichen Zielen und Ihrer Zukunft im Unternehmen können Sie so konkret antworten und brauchen sich nicht in altbekannte Phrasen retten.
Agieren Sie während des gesamten Gespräches pro aktiv. Stellen Sie Rückfragen, zeigen Sie Interesse und bleiben Sie den ganzen Gesprächsverlauf über wach, offen und freundlich.

Das Finale

Sie dürfen sich am Ende des Gesprächs durchaus danach erkundigen, wann Sie mit einer Rückmeldung von Seiten des Unternehmens rechnen können. Je nach Position und Firma kann dies stark schwanken und die Nachfrage ist somit vollkommen legitim. Außerdem sorgt dies einerseits dafür, dass Sie nicht zu früh nervös werden und Sie müssen andererseits nicht in der Personalabteilung anrufen und nachfragen, wie weit der Auswahlprozess ist. Bei einer Vielzahl von Bewerbern, die Unternehmen wöchentlich begrüßen, kann dies schnell nervig werden und somit negativ haften bleiben. Sollten Sie einige Tage nach dem versprochenen Entscheidungsdatum immer noch nichts vom Unternehmen gehört haben, ist ein Anruf jedoch nicht nur vollkommen in Ordnung, sondern Pflicht. Einige Unternehmen verteilen leider nur noch Zu- und keine Absagen mehr. Hier sollten Sie nachfragen, um sicher zu gehen, dass Sie nicht weitere Wochen auf einen bereits vergebenen Job warten.
Die wichtigste Regel lautet jedoch: Bleiben Sie Sie selbst! Es wichtig, dass Sie bei den Personalverantwortlichen mit Persönlichkeit und Charakter punkten. Nur so besteht die Chance, dass Sie sich im Unternehmen wohlfühlen werden und ins Team und zur Unternehmenskultur passen. Schließlich gilt es nicht nur im Bewerbungsgespräch, sondern vor allem im späteren Job mit Freude erfolgreich zu sein.

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