Der Befall mit Kopfläusen ist für Kinder besonders unangenehm. Zum einen verursachen die Parasiten ein körperliches Unwohlsein, zum anderen leiden die Kinder psychisch, wenn sie von Gleichaltrigen als unsauber betitelt werden. Dabei weiß man längst, dass häufiges Haare waschen nicht vor dem Kopflausbefall schützt.

Wann die Gefahr des Kopflausbefalls besonders hoch ist

Kinder sind grundsätzlich häufiger von Kopfläusen befallen als Erwachsene. Dies resultiert aus den weitreichenden Übertragungsmöglichkeiten. Kinder stecken beim Tuscheln gern die Köpfe zusammen, sie tauschen Kämme, Mützen und Kappen aus, hängen ihre Kleidung an der Garderobe eng beisammen. Haben sich Kopfläuse auf einem Kleidungsstück oder auf der Kopfhaut eines Kindes eingenistet, gehen sie gern auf benachbarte Bezirke über. Je mehr Menschen sich an einem Ort aufhalten, desto größer ist das Risiko der Kopflausübertragung.

Wie Kopfläuse entfernt werden

Der Kopflausbefall wird durch gezieltes Absuchen der Kopfhaut und der Haare diagnostiziert. Dabei wird mit einem Stielkamm Haarsträhne für Haarsträhne abgeteilt und die Kopfhaut in Augenschein genommen. Auch die Haarsträhnen sollten begutachtet werden, denn Eier und Nissen sind häufiger im Haar nachweisbar.

Zur mechanischen Entfernung von Kopfläusen kann ein Läusekamm verwendet werden, der besonders eng stehende, feine Zinken besitzt. Da aus den eventuell vorhandenen Eiern junge Läuse schlüpfen können, muss die Prozedur mindestens zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von bis zu zwei Monaten angewendet werden.

Weitaus zuverlässiger ist das Bekämpfen der Kopfläuse mit einem Kopflaus-Bekämpfungsmittel. Allerdings eignen sich für Kinder nicht alle im Handel angebotenen Produkte. Es empfiehlt sich, vor der Anwendung eines Präparats einen Mediziner zu befragen, zumal es sich bei einigen Wirkstoffen um Insektizide handelt, die mit Nebenwirkungen behaftet sein können. Insbesondere sollte nicht eigenmächtig mit Kopflaus-Bekämpfungsmitteln experimentiert werden, wenn die Kopfhaut durch das Kratzen schon stark geschädigt ist. Wichtig ist, Handtücher und Kämme häufig zu säubern und nicht untereinander auszutauschen.