Wer im Sommer nach Andalusien reist, der sollte sich natürlich vor allem und grundsätzlich auf sehr hohe Temperaturen zwischen 27 bis 35 Grad Celsius einstellen, speziell in der Provinz wie auch in der Stadt Sevilla sowie generell im weiter vom Meer entfernten Landesinneren wie zum Beispiel in und um Córdoba und Jaén kann es im Juli und August auch schnell noch heißer werden. Um also eine übermäßige körperliche Belastung zu vermeiden, sollte man es tunlichst den Einheimischen nach tun, und deren seit Jahrhunderten bewährte Verhaltensmaßnahmen imitieren, sprich sich besonders in den glühenden Mittags- und Nachmittagsstunden gar nicht oder nicht allzu lange im Freien aufhalten, ausreichend trinken, nicht allzu schwer essen, dafür lieber eine Siesta einlegen und Unternehmungen aller Art eher auf den frühen Abend verlegen.

Nichtsdestotrotz ist Andalusien gerade auch im Sommer ein beliebtes und empfehlenswertes Urlaubsziel, es herrscht quasi überall absolut verlässliches Badewetter, viele Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler sind weniger von Besuchermassen überfüllt als im Frühling und auch zahlreiche Feste und regelmäßige Veranstaltungen sorgen für Kurzweil und unvergessliche Erlebnisse.

Die schönsten Badeorte in Andalusien

Die 90.000 Einwohnerstadt Roquetas de Mar in der Provinz Almeria genießt schon seit Jahren einen guten Ruf speziell unter ausländischen Badegästen, etwas ruhiger und beschaulicher geht es hingegen in Mojácar zu, wo nur ca. 7.000 Menschen leben und das Meer ca. 2 Kilometer entfernt ist. An der kleineren und vor allem vom Inlandstourismus geprägten Costa Tropical weiter westlich sind die Orte Almuñécar, La Herradura, Motril und Salobreña schöne Ziele.

Internationaler geht es dahingegen an der anschließenden Costa de Sol zu, wo Städte und Gemeinden wie Marbella, Torremolinos, Benalmádena, Torre del Mar und Nerja schon seit Jahrzehnten für vor allem jugendlichen Badeurlaub samt quirligem Nachtleben stehen. Wieder etwas beschaulicher geht es nahe der Stadt Cádiz und der nach ihr benannten Costa Gaditana zu, bekannte Badeorte dort sind San Roque, Sotogrande, Castellar de la Frontera, Jimena de la Frontera, Los Barrios und das weltberühmte Surfermekka Tarifa. Wieder weiter westlich und bis zur portugiesischen Grenze verläuft die Costa de la Luz, hier gelten die Orte Chipiona, El Puerto de Santa María, Chiclana de la Frontera, Chiclana de la Frontera, Los Caños de Meca, Barbate, Zahara de los Atunes und Atlanterra als bei Einheimischen wie ausländischen Gästen gleichermaßen beliebte Badeorte.

Sport: Schwimmen, Tauchen, Surfen

Schwimmen lässt sich wie gerade deutlich geworden, nahezu überall an der andalusischen Küste, und auch Taucher und Surfer finden ihr Glück spielend leicht zwischen Almería und Huleva. Viel gerühmte Tauchgebiete in Andalusien liegen etwa vor San José am Cabo de Gata, an den Spots Tres Picos, Las Piedras Altas, Punta de la Mona, Fragle Rock, Marina del Este und Cerro Gordo um das Naturschutzgebiet von La Herradura sowie vor Almuňecar an der Costa Tropical, am Küstenstreifen zwischen Marbella und Málaga, im maritimen Naturschutzgebiet von Gibraltar sowie im Meer vor der Playa la Garita, dem Puerto Fenicio, Las Calderas, Las Calles und am Wrack San Andres in bzw. Tarifa, welches seit Jahrzehnten aufgrund des dort aufeinandertreffenden Mittelmeers und des Atlantiks auch schon der wohl populärste Surfertreffpunkt in Andalusien ist.

Welche Sehenswürdigkeiten sind auch im Hochsommer empfehlenswert?

Gemäß der weiter oben gemachten Empfehlung, der zufolge man sich im andalusischen Hochsommer möglichst körperlich nicht überfordern sollte, ist natürlich von langen Wanderungen etwa in den über zwei Dutzend andalusischen National- und Naturparks eher abzusehen. Kühler, und damit auch bei großer Hitze erträglicher ist es hingegen in den zahlreichen sehenswerten Kirchen, Kathedralen, Kirchen, Burgen und historischen Festungen der Region, so etwa in der in der gotischen Kathedrale und in der Casa consistorial von Sevilla, der Alcazaba von Almería, in der der Königskapelle von Granada, in der Cartuja de Jerez de la Frontera sowie im Renaissance-Schloss des Palastes Karls V., welches sich in der weltberühmten Alhambra in Granada befindet, wo Bewässerungssysteme aus kleinen Kanälen und luftige Architektur auch im Juli und August für Erfrischung sorgen.

Freizeit und Ausgehen: Wo ist am meisten los?

In fast allen andalusischen Badeorten wird den Gästen im Sommer eine umfang- und abwechslungsreiche touristische Infrastruktur aus Restaurants, Bars, Cafés, Klubs und Diskotheken geboten, am bekanntesten für ihr mitunter ausschweifendes Nachtleben sind vor allem die größeren Städte Málaga, Marbella, Almería, Fuengirola und Cádiz. Auch einige der typischen andalusischen Ferias (Volksfeste, oft mit angeschlossener Messe) finden in den Sommermonaten statt, so zum Beispiel die Feria de Puerto Real (Cádiz) und die Feria de San Antonio in Chiclana de la Frontera im Juni sowie die Feria de Málaga, die Feria de Almería, die Feria und Fiestas de San Bartolomé in Martos (Jaén), die Feria de Linares (Jaén) und die Fiestas Colombinas im Huelva im August.