Obwohl die Metropole wieder zu China gehört, hat sie nicht von ihrer Faszination eingebüßt

Wer nach Hongkong reist, kommt aus dem Staunen kaum heraus

Diese gigantischen Hochhäuser, die eng gedrängt in den Himmel ragen. Dazu Menschenmassen, die um mich herumwimmeln. Und schier endlose Autoschlangen, die zu allem Überfluss im Linksverkehr unterwegs sind. Erst einmal ist Hongkong ein kleiner Kulturschock für mich. Wenn man aus einer deutschen Kleinstadt kommt, fühlt man sich winzig klein wie eine Ameise.

Doch schon am nächsten Tag habe ich mich erstaunlich gut an das Gewusel gewöhnt. Jetzt kann ich die Eindrücke genießen, die bei meiner ersten Stadtrundfahrt auf mich einrasseln: fünf Stunden lang – vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Ma – Mo – Tempel. Dem Stadtteil Aberdeen, wo die meisten Bewohner früher in Hausbooten lebten. Zu Hongkongs Stadtstrand in der Repulse Bay. Besonders gut gefällt es mir jedoch auf dem Victoria Peak. Von dem 379 Meter hohen Aussichtsturm, der auch Peak Tower genannt wird, hat man bei gutem Wetter einen phänomenalen Blick über Hongkongs berühmte Skyline.
Wahnsinn – der überwältigende Eindruck setzt sich auch beim Einkaufen fort. Keine Ahnung, ob je gezählt wurde, wie viele Einkaufszentren es in Hongkong gibt. Ich fange mit einem der größten an, dem Ocean Center mit 700 Geschäften und 50 Restaurants. Ein absolutes Shopping – Paradies, denn man kann hier tolle Schuhe und schicke Mode ist, dass das Gebäude auch den Ocean Terminal beherbergt, von dem aus die Star – Ferry – Schiffe ablegen.

Mit einer dieser Fähren setzte ich am nächsten Tag nach Lantau Island über, um das Kloster Po Lin zu besichtigen. Seine Hauptattraktion ist wieder gigantisch – eine 34 Meter hohe Buddha – Statue aus Bronze, angeblich die größte der Welt. Ich klettere die Stufen hinauf, denn es soll Glück bringen, Big Buddha zu berühren.
Apropos glück – am nächsten Tag fahre ich eine knappe Stunde mit einem Luftkissenboot nach Macao, dem „Monte Carlo des Ostens“. Hier sind, anders als in Hongkong, Glücksspiele legal. Ich lasse die Finger davon, schlendere aber mit Vergnügen durch eines der riesigen Kasinos.

Kontrastprogramm am letzten Tag: die Insel Lamma. Auf dem nur 13 Quadratkilometer großen Eiland geht es noch so beschaulich zu wie vor 100 Jahren. Dazu gibt es einen schönen Strand, sodass ich sogar schwimmen kann.
Dann fahre ich zurück zur Hauptinsel. Und stelle beim Anblick des wimmelnden Großsstadtlebens fest, dass ich mich tatsächlich wohl fühle in diesem Mix aus Ost und West, Tradition und Moderne. Hongkong ist eben eine Stadt keine andere.