Welche versteckten Gebühren kommen dazu?
Fluggesellschaften, die Flüge zum Nulltarif anbieten oder mit einem „Nullticket“ werben, verschweigen häufig, welche Zusatzkosten den Käufer noch erwarten. Zum Ticketpreis aus der Werbung kommen nämlich meist noch Zuschläge und Gebühren. Bei diesen versteckten Kosten handelt es sich um….
• Gebühren für den Flughafen;
• Luftsicherheitsgebühren;
• Aufschlag für den Terrorschutz;
• Kerosinzuschlag;
• Gepäckzuschlag ab 15 Kilo;
• Kreditkartengebühr;
• Rollstuhlzuschlag.
Bietet also eine Airline den Flug nach Venedig für 19 Euro an, kann der Endpreis zuzüglich verschiedener Aufschläge auch 49 Euro betragen – für den Hinflug. Die Preise gelten nämlich meist nur für eine Strecke, und wer den Rückflug nicht zum Schnäppchenpreis buchen konnte, zahlt unter Umständen am Ende 199 Euro plus Gebühren.

Es gilt: Wer früh bucht, kriegt den besten Preis
Die Super – Angebote stehen häufig im Zusammenhang mit Werbeaktionen der Fluglinien, und die bestehen immer aus Kontingenten.

Sparen Billiganbieter auch bei Sicherheit?
Beispiel: Ein Flug ist nur an einem festgelegten Tag für bestimmte Zeiträume buchbar, und die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Ist das Werbekontingent (z.B. Billigflüge) erschöpft, gibt es den Flug nur noch zum Normaltarif. Das heißt: Nur wer lange vor dem Flugtermin bucht, kann wirklich sparen.

Wie entstehen denn die Schnäppchenpreise?
Je näher der Abflugtag heranrückt, desto rarer sind die Flüge und desto teurer kann die Airline sie jetzt verkaufen. Der Hintergrund: Es handelt sich eigentlich nicht um Schnäppchenpreise, sondern um Frühbucherrabatte. Für den Rabatt auf die zeitige Buchung verlangen die Airlines die Bezahlung des Flugpreises lange im Voraus.

Und welche Abstriche muss man hinnehmen?
Fluglinien bieten zwar Billigtickets an, sparen aber an den Kosten für den Komfort. Passagiere müssen dann damit rechnen, dass….
• Tickets nur übers Internet erhältlich sind, nicht im Reisebüro;
• Flüge nicht umbuchbar sind;
• Getränke und Speisen nur gegen Bezahlung abgegeben werden;
• Maschinen im Einsatz sind, die viele Passagiere aufnehmen und wo der Sitzabstand oft extrem eng ist;
• Passagiere zum Flugzeug übers Rollfeld laufen müssen (keine Buskosten). Hinweis: Bei der Sicherheit können Billiganbieter nicht sparen, hier gibt es strenge gesetzliche Vorschriften.

Was man vor dem Ticketkauf fragen sollte
Wer einen Billigflug bucht, sollte sich nach dem Zielflughafen erkundigen. Oft fliegen Billig – Airlines kleine Flughäfen in der weiteren Umgebung großer Städte an. Grund: geringere Gebühren für die Fluggesellschaften. Nachteil für die Fluggäste: Sie müssen einen Zubringerbus nehmen, ein kostspieliges Taxi oder einen Mietwagen.

Lohnt es sich trotzdem, Preise zu vergleichen?
Ja, denn: Große Fluggesellschaften haben inzwischen auf die Billiganbieter reagiert und auch preiswerte Flüge im Angebot. Nachteil auch hier: Um Kosten zu sparen, werden die preiswerten Tickets ebenfalls nur übers Internet angeboten, weil sonst Provisionen für Reisebüros anfallen. Innerdeutsche Flüge sind bei Billig – Airlines kaum im Angebot und wenn, sind sie ebenso teuer wie die großen Linien. Direktflüge in Europa sind mit Linienflügen oft günstiger, weil nur wenige Billig – Airlines solche Flughäfen anfliegen – die Flughafengebühren sind zu teuer. Ein Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall.