Nachhaltigkeit bedeutet im ursprünglichen Sinne des Wortes lediglich “über einen längeren Zeitraum anhaltend / andauernd”. In der Ökologie, der Forst- und Landwirtschaft ist es das Prinzip, nicht mehr abzuholzen bzw. zu ernten, als jeweils nachwachsen kann. Erstaunlicherweise findet man den Begriff Nachhaltigkeit im Sinne von verantwortungsbewusstem Umgang mit natürlichen Ressourcen bereits 1713. Hans Carl von Carlowitz dachte bereits im 18. Jahrhundert darüber nach, wie “Conservation und Anbau des Holzes” anzustellen sei, so dass eine “continuierliche und beständige nachhaltige Nutzung” möglich sei. Seit den 1890er Jahren ist der Begriff Nachhaltigkeit im einfachen alltagssprachlichen Sinn in Gebrauch. In Mayers Konversationslexikon wurde um 1900 der Begriff erläuternd beschrieben in dem Sinne, wie ein Raum nachhaltig zu erwärmen sei.

Neudeutung des Begriffs

Die begriffliche Erweiterung bzw. Umdeutung ergab sich ab dem Zweiten Weltkrieg und ganz speziell nach Einsetzung der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) durch die Vereinten Nationen im Jahr 1983. Auch der Club of Rome, sowie Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages verwandten den Begriff im Zeichen einer neu-einsetzenden ökologischen Bewusstheit im Sinne von “verantwortungsbewusst mit Ressourcen umgehen”. Nachhaltigkeit in Wissenschaft und Politik ist seither kein beschreibender Begriff, sondern eine Zieldefinition im oben beschriebenen Sinne. Eine allgemeine Definition der Brundtland-Kommission ist z. B. eine dauerhaft stabile Gesellschaft anzustreben, in der ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern hierarchisch auf gleicher Ebene erreicht werden sollen.

Das Drei-Säulen-Modell

Die Dreiteilung in ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit wird als Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit bezeichnet. Das alles entscheidende Prinzip ist die Erhaltung bestimmter Charakteristika, so wie der Produktionskapazität eines Systems, der Vorzüge eines sozialen Systems oder der lebenserhaltenden Ressourcen eines ökologischen Systems. Diese sollen bewahrt werden zur Lebensqualität künftiger Generationen.
Nachhaltigkeit wird auch immer mehr zu einem wirtschaftlichen Faktor. Viele Menschen entwickeln durch Aufklärung via Medien ein sensibles Bewusstsein für die Fragilität unseres globalen Ökosystems. Sie möchten keine Produkte konsumieren, die zu weiterem Raubbau an der Natur und weiterer Verschwendung von Ressourcen beitragen.

Neue Perspektiven – Vision 2050

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit lässt sich jedoch nicht nur in privaten Haushalten – etwa durch den Einbau einer Pelletheizung oder dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter – beobachten, sondern kreiert auch in der Finanzwelt Möglichkeiten, interessante Rendite zu erzielen. Etwa durch Investieren in moderne, grüne Technologien, die das ökologische Gesicht unserer Erde in Zukunft prägen werden. Unter www.thomas-lloyd-nachhaltigkeit.de findet sich das Konzept “Vision 2050″, in dem Ziele ökologisch nachhaltigen Produzierens bei gleichzeitiger stabiler ökonomischer Situation beschrieben werden.

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