Wer einen Erholungsurlaub im Harz verbringt, kommt, um die Natur zu erleben und zu wandern. Für die Besucher gibt es eine ganze Reihe von Wanderwegen für Tages- oder Mehrtagestouren, auf denen sie die Natur des Nationalparks Harz erleben können. In den Wäldern um den Brocken kann man Rothirsche, Rehe und Wildschweine beobachten und seit dem Jahr 2000 lebt auch wieder der Luchs im Harz. Wanderfalken, Auerhühner und Schwarzstörche gehören zu den Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind und im Nationalpark leben.

Auf dem Goetheweg zum Brocken

Eine kurze Wanderung auf dem Goetheweg führt auf acht Kilometern von Torfhaus zum Brocken, mit 1141 Metern der höchste Berg des Harzes. Der Weg entspricht ungefähr der Route, die Goethe im Jahr 1777 nahm, um den Berg zu besteigen. Damals benötigte er drei Stunden für die Strecke. Der Goetheweg ist ein Teilstück des Harzer-Hexenstiegs, der von Osterode im Westen nach Thale im Osten führt und für mehrtägige Touren geeignet ist. Auf dem Brockengipfel können die Wanderer sich im Brockenmuseum über die Geschichte des Berges informieren und den Brockengarten besuchen, eine botanische Anlage, die vom Nationalpark Harz betreut wird. Mit der Brockenbahn geht es hinunter nach Wernigerode. Die Altstadt ist von niedersächsischen Fachwerkhäusern geprägt. Das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert gilt mit seinen geschnitzten Figuren an der Fachwerkfassade und am Dach als eines der schönsten Rathäuser von Europa. Auch das neugotische Schloss, das hoch über der Stadt thront, ist sehenswert.

Osterode und die Burgruinen

In Osterode gehört ebenfalls das alte Rathaus mit seinem Erker und der Schieferfassade zu den schönsten Gebäuden in der Stadt. Das imposanteste Bauwerk ist das heutige Rathaus, es wurde im 18. Jahrhundert als Kornmagazin errichtet, um die Bergbauorte im Oberharz mit Getreide zu versorgen. In der Nähe der Stadt befinden sich einige Burgruinen wie die Burg Lichtenstein zwischen Dorste und Förste und die Alte Burg. In Osterode startet der rund 100 Kilometer lange Harzer Hexenstieg nach Thale. Die Wanderwege im Harz sind nicht sehr anspruchsvoll, da die Berge nicht steil sind, und daher für die ganze Familie geeignet. Für Kletterer sind das Okertal und der Roßtrappe, ein Granitfels bei Thale, attraktive Ziele sowie die Hohenklippen bei Schierke.
Der Harz war Jahrhunderte lang vom Bergbau geprägt. So wurde in St. Andreasberg in der Grube Samson Silber abgebaut. Das historische Bergwerk gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und kann bei Führungen besichtigt werden. Ein weiteres Besucherbergwerk im Ort ist die Grube Roter Bär.

Mit freundlicher Unterstützung von Agevado.

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