Voller Geschichten, Genüsse und Geheimnisse des Orients

Merkwürdig, als Reiseziel ist Jordanien bisher kaum bekannt. Dabei hat das Königreich zwischen Totem und Rotem Meer so viel zu bieten.
Mein Jordanien – Urlaub beginnt in der Hauptstadt Amman. Der Suq in der Altstadt ist ein arabischer Basar wie aus dem Märchenbuch mit exotischen Gerüchen, glitzerndem Schmuck und herrlichen Teppichen. Hier könnte man den ganzen Tag feilschen, süßen Kaffee schlürfen und die köstlichen Kleinigkeiten essen, die überall als Mazzat (Vorspeisen) angeboten werden. Besonders köstlich fand ich den Taboulah Salat aus Petersilie und Bulgur. Von dem habe ich mir gleich das Rezept geben lassen.
Beeindruckt hat mich auch das fast 2000 Jahre alte römische Amphitheater, eine der am besten erhaltenen römischen Stätten der Welt. Es wird immer noch als Freilichtbühne für 6000 Zuschauer genutzt.

Auf römischen Spuren wandele ich auch in der uralten römischen Stadt Gerasa. Eine Stunde fährt der Minibus für umgerechnet 1,60 Euro in das riesige Ausgrabungsgebiet. Hier gibt es neben frühchristlichen Kirchen eine römische Pferderennbahn, die aussieht wie aus dem Film „BenHur“. Fast täglich (außer Dienstag) werden hier unblutige Gladiatorenkämpfe und Wagenrennen aufgeführt. Ein beeindruckendes Spektakel, fast wie eine Zeitreise ins alte Rom.

Der absolute Höhepunkt jedes Jordanien – Urlaubs ist jedoch ein Besuch in der sagenumwobenen Felsenstadt Petra, die gerade zu einem der neuen sieben weltwunder gewählt wurde. Durch die Wüste fahren wir dorthin und bleiben über Nacht, schließlich gibt es in der alten Karawanenstadt neben dem weltberühmten Schatzhaus noch gut 800 weitere Gebäude und Opferplätze zu entdecken. Wie Indiana Jones fühlt man sich in diesen einmalig bunten Sandsteingebäuden. Kein Wunder, der Abenteuerfilm wurde teils hier gedreht.
Aber Jordanien ist nicht nur berühmt für seine Bauten, sondern auch für die Unterwasserwelt. Im Badeort Akaba am Roten Meer lässt sie sich schon beim Schnorcheln erkunden. Stundenlang könnte ich im warmen Meer treiben und den Fischen und Schildkröten in ihren Korallengärten zuschauen. Das wirkt alles ganz freundlich und friedlich da unten, also typisch jordanisch.