Immer mehr Investoren legen bei ihren Geldanlagen Wert darauf, dass nicht nur die Rendite stimmt, sondern dass die Firmen, Staaten oder sonstige Institutionen, denen sie Ihr Geld zur Verfügung stellen, auch einen gewissen ethisch-ökologischen Anspruch erfüllen. Die erhöhte Nachfrage nach „grünen“ Geldanlagemöglichkeiten sorgt dafür, dass sich Kapitalnehmer schon allein aus Konkurrenzgründen stärker an sozialen und ökologischen Richtlinien ausrichten und dadurch das Angebot nachhaltiger Investmentfonds zunimmt. Bis zur Finanzkrise 2008 machten grüne Geldanlagen weltweit einen Anteil von ein bis zwei Prozent aus. Experten schätzen, dass dieser Anteil bis 2020 auf 20 Prozent steigen wird.

Welche Arten grüner Investmentfonds gibt es?

Aktien und Anleihen
Einen Großteil der grünen Investmentfonds machen Aktien und Anleihen aus dem Bereich der Umwelttechnologien aus. Hierzu zählen beispielsweise die Bereiche Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Recycling oder Wasseraufbereitung. Des Weiteren spielen Aktien und Anleihen von Unternehmen und Staaten, die ein hohes ökologisches und soziales Engagement an den Tag legen, eine große Rolle.

Für gewöhnlich legt ein Fondsmanager das Geld der Anleger in Fonds an, die über die Börse gehandelt werden. Empfehlenswert sind insbesondere Mischfonds, die in unterschiedliche Branchen und Länder investieren, um so das Verlustrisiko zu minimieren.

Mikrofinanzfonds
Interessant für Anleger, die nicht primär aus profitorientierten Gründen investieren möchten, sondern in erster Linie das Ziel verfolgen, eine gewisse soziale Rendite auszulösen, sind Mikrofinanzfonds. Diese stellen Mikrofinanzinstituten Geld zum Verleihen zur Verfügung und bekommen dafür einen Zins. Die Mikrokredite kommen dabei armen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu Gute, indem sie ihnen die Möglichkeit geben, sich zum Beispiel eine Nähmaschine oder Milchkuh zu kaufen, um sich selbstständig zu machen und sich so eine eigene Lebensgrundlage zu schaffen.

Geschlossene Fonds und Direktbeteiligungen
Wenn es um grüne Geldanlagen geht, kommt ferner geschlossenen Fonds und Direktbeteiligungen eine besondere Bedeutung zu. Meist handelt es sich hierbei um die Finanzierung von Erneuerbaren-Energie-Anlagen sowie Waldaufforstungsprojekten. Da diese Formen der Geldanlage jedoch mit gewissen Risiken behaftet sind, eigenen sie sich überwiegend für Investoren, die ein bestimmtes finanzielles Polster vorweisen können. Außerdem sollte man bei Angeboten vorsichtig sein, die Renditen in zweistelliger Höhe pro Jahr versprechen, da sie häufig unseriös sind.