Viele, die sich für eine Solarstromanlage (Photovoltaik) interessieren, sind oftmals überfordert, da es scheinbar eine unendliche Kombination aus Teilen und Herstellern gibt. Man will ja schließlich etwas Gescheites kaufen und das möglichst zum besten Preis. Wer sich nicht über’s Ohr hauen lassen will, findet hier ein paar gute Tipps!

Zunächst einmal die Bestandteile einer Photovoltaikanlage

Oftmals sieht man von der Solaranlage nur die Photovoltaikmodule, die blau oder schwarz auf dem Dach schimmern. Aber zu einer kompletten Anlage gehört noch viel mehr. Zum Beispiel verbergen sich die Dachgestelle und die Verkabelung unter den Modulen. Im Keller wird dann noch ein Wechselrichter und ein Einspeisezähler installiert. Alle Teile haben verschiedene Hersteller und Ihren Preis. Hinzu kommen die Kosten für die Installation.

Paket-Preis vergleichen

Die sogenannten Solarinstallateure oder kurz Solarteure montieren Ihnen die Photovoltaikanlage auf das Dach. Diese bieten der Einfachheit halber oftmals schon die Komponenten im Paket an. Daher ist für die Vergleichbarkeit der Preis pro Kilowatt-Peak (kWp) entscheidend. Dabei wird der Gesamtpreis durch die Nennleistung der PV-Anlage geteilt. Man erfährt also quasi wie viel Euro man pro genormter Leistung zahlen muss.

So kann das teurere Angebot beispielsweise das deutlich bessere sein.
Angebotspreis A: 11.400 EUR mit einer Nennleistung von 6 kWp
Angebotspreis B: 11.900 EUR mit einer Nennleistung von 7 kWp

Nach Aufschlüsselung der Angebote auf den kWp-Preis ergibt sich folgendes:
Angebot A: 1.900 EUR pro kWp
Angebot B: 1.700 EUR pro kWp

Fazit: Angebot A ist zwar günstiger, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis spricht für Angebot B.

Doch Achtung: Der kWp-Preis ist nur eine Hilfe um qualitativ gleichwertige Angebote zu vergleichen. Er sagt nichts über die Lebensdauer, Garantien oder die Qualität der Komponenten aus. Die Qualität von Photovoltaikanlagen wird in verschiedenen Testberichten attestiert. Ein Beispiel: http://www.tuv.com/media/germany/10_industrialservices/pv_test/PVTest_Tabelle.pdf. Bietet der Hersteller umfassende Garantien und ist für Kulanz bekannt, zeugt dies auch von guter Qualität.

Was darf eine Photovoltaikanlage in 2013 also kosten?

Insgesamt sollten Sie in 2013 nicht mehr als 2.000 EUR pro Kilowatt-Peak bezahlen. Und für diesen Preis erhalten Sie schon recht gute Qualität. So muss man als Verbraucher bedeutend weniger für eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage zahlen als noch vor einigen Jahren.

Um wirklich sicher zu sein, dass man ein gutes Angebot vorliegen hat, sollte man sich in jedem Fall mehrere Angebote machen lassen. Eine praktische Hilfe bietet hier beispielsweise der Photovoltaik-Preisvergleich von Solaranlagen-Portal.de.