Das deutsche Steuerrecht gilt im Allgemeinen als das komplizierteste der Welt. Doch ist es wirklich so schlimm, sich durch die verschiedenen Gesetze, Paragrafen und Regelungen zu kämpfen? Nein, meinen Experten. Wer sich mit dem deutschen Steuerrecht beschäftigt, zum Beispiel auf einem Tagesseminar der DAW Deutsche Akademie für Wirtschaft GmbH, kann sich viel Input holen und so das Steuerrecht besser verstehen. Schon seit 1999 bietet das Unternehmen entsprechende Seminare an.

Wie will das deutsche Steuerrecht für Gerechtigkeit sorgen?

Eines der Ziele im deutschen Steuerrecht besteht darin, für Steuergerechtigkeit zu sorgen. Deshalb werden verschiedene Grundprinzipien angewendet, um die Steuergerechtigkeit zu erreichen:

1. Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit – wer viel verdient, zahlt mehr Steuern, als der, der wenig verdient
2. Sozialstaatsprinzip – es geht darum, dass alle füreinander einstehen
3. Gesetzmäßigkeit der Besteuerung – es geht darum, dass Steuern nur dann zu erheben sind, wenn dies gesetzlich geregelt ist
4. Gleichmäßigkeit der Besteuerung – hier wird festgelegt, dass gleiche Sachverhalte gleich zu besteuern sind, um eine Gleichbehandlung der Steuerpflichtigen zu gewährleisten
5. Nettoprinzip – hier geht es darum, dass die Steuerzahler nach ihrer Leistungsfähigkeit besteuert werden und das weite Gestaltungsspiel der Steuergesetze nicht ausufern soll

Welche Steuerarten sind wichtig?

Interessant für Verbraucher ist es ebenfalls, welche Steuern sie zahlen müssen und hier gibt es ein ganzes Sammelsurium an Steuern. Die wichtigsten Steuerarten sind dabei

  • Umsatzsteuer – zu zahlen auf jeden Einkauf
  • Körperschaftssteuer – gilt nur für juristische Personen (AG, GmbH usw.)
  • Abgeltungssteuer – wird auf Zinserträge berechnet, Freibeträge müssen beachtet werden
  • Kfz-Steuer – für jedes Kraftfahrzeug zu entrichten
  • Grunderwerbsteuer – beim Kauf eines Grundstücks / Immobilie zu entrichten
  • Gewerbesteuer – nur für Unternehmen, Freibeträge sind zu berücksichtigen
  • Kirchensteuer – für Mitglieder der Kirche, wird vom Arbeitgeber vom Lohn mit einbehalten