Mit dem Computerzeitalter wurde es einfacher denn je, Musik zu speichern und anzuhören. In manchen Musiksammlungen häufen sich zum Teil schon mehrere tausende Lieder, bereits bei nur einigen hundert wird die Organisation zur Qual, wenn die Mediathek über komplizierte Ordnerstrukturen und falsche Namen strukturiert ist. Abhilfe schaffen hier Programme zur Musikverwaltung.

Lokale Verwaltung

Sehr weit verbreitet ist die lokale Verwaltung. Programme helfen hierbei, die Musiksammlung organisiert zu halten. Oftmals wird dem Programm lediglich mitgeteilt, wo sich die zu organisierende Musik befindet – die lästige Strukturierung und Organisation wird dann vom Programm übernommen und dem Nutzer übersichtlich und gereiht in Album, Titel und Genres präsentiert, wodurch sich die Musik ganz einfach und fast automatisch verwalten lässt.

Ein solches Programm ist das Medien-Verwaltungsprogramm iTunes. Neben Musik verwaltet iTunes auch Apps und Videos, ganze Staffeln von Fernsehserien und Filme. Diese Inhalte können entweder direkt aus iTunes heraus im iTunes Store gekauft oder vom Nutzer importiert werden, zum Beispiel von CDs. Auch Wiedergabelisten können angelegt werden, sollte man spezielle Vorlieben für bestimmte Musiktitel auf der Arbeit oder auf dem Weg dorthin besitzen. Allerdings hat iTunes den Ruf, relativ träge auf Benutzereingaben zu reagieren.

Alternative Produkte sind der auf Windows-Systemen vorinstallierte Windows Media Player, der von Magix entwickelte mufin player, Winamp und Spider Player. Diese Programme bieten alle im Grunde genommen Möglichkeiten, über Partnershops weitere Musik einzukaufen, CDs zu kopieren und zu brennen, sowie Wiedergabelisten anzulegen und damit seine Musiksammlung auf einer übersichtlichen Oberfläche zu verwalten.

Verwaltung in der „Cloud“

Im Vormarsch ist die Musikverwaltung in der „Cloud“, also im Internet. Die Musikbibliothek wird hierbei entweder abgeglichen und auf Online-Festplatten verfügbar gemacht, oder gleich aus dem Internet gestreamt. Ein Service, um Musik aus der eigenen Bibliothek im Internet abzugleichen, ist zum Beispiel Google Music. Hier werden Musiktitel aus der eigenen Sammlung kostenlos gescannt und daraufhin durch Googles Musikangebot verfügbar gemacht. Spotify hingegen macht den Abgleich überflüssig, da direkt aus dem gesamten Spotify-Angebot alle Lieder zum Anhören verfügbar sind, wobei die Wiedergabe regelmäßig mit Werbung unterbrochen wird. Bei beiden Methoden wird eine Registrierung vorausgesetzt, Abhilfe gegen Spam und nervende Newsletter schaffen aber auch ähnliche Seiten wie 10minutemail.com.