Die Sommersonne brachte es an den Tag: Grauschleier in den Vorhängen. Glücklicherweise sorgt sie aber auch dafür, dass die Gardinen nach dem Waschen ruck, zuck trocknen

Frisch gewaschen und strahlend weiß bauschen sich die Gardinen im geöffneten Fenster, Diesen Anblick können Sie sich ruhig öfter mal gönnen, denn grundsätzlich gilt: Man soll die Gardinen nicht zu schmutzig werden lassen, sonst bekommt man sie nämlich nicht mehr strahlend sauber.

Reinigung beginnt vor der Wäsche
Vor dem Waschen Gardinen oder Vorhänge gründlich ausschütteln, so entfernen Sie schon mal den gröbsten Staub. Faltenstecker, Gardinenringe, loses Bleiband und ähnliches entfernen. Sollte dies aus verschiedenen Gründen nicht funktionieren, stecken Sie wenigstens den oberen Teil der Wäsche in einen so genannten Wäschebeutel. Den Beutel verwenden Sie auch für empfindliche Stores oder Deko – Teile (etwa Rollringe, Fransenabschluss). Stark beanspruchte Gardinen (Raucherzimmer, Räume an einer Hauptverkehrsstraße) sollten Sie vor dem Waschen einweichen: Stoff ins Wasser legen und gelegentlich wenden, nicht reiben oder wringen.

Waschmaschine nicht überfüllen
Deko – Stoffe und Stores immer getrennt waschen. Behandeln Sie sie wie Feinwäsche, Trommel nur zu einem drittel füllen. Man kann sagen, dass bei Stores nicht mehr als 15 Quadratmeter Stoff in eine herkömmliche Haushaltsmaschine gegeben werden sollte. Gardinen müssen „schwimmend“ gewaschen werden. Wählen Sie ein kurzes Waschprogramm mit hohem Wasserstand (z.B. Woll – Programm) Empfehlenswert sind spezielle Gardinenwaschmittel: Sie entfernen Schmutz, Fett und Nikotin sehr zuverlässig. Für rein weiße Gardinen nehmen Sie eines mit Bleichmittel oder optischen Aufheller, für Buntes unbedingt zu Fein- oder Color Waschmittel greifen. Um Knitterfalten zu vermeiden: Wäsche nur anschleudern: Schon der Kurzschleudergang ist zuviel.

Feines immer von Hand reinigen
Für die Handwäsche Gardinen erst kalt (z.B. in der Badewanne) spülen, dann in eine leicht warme Waschmittelauge (maximal 30 Grad) legen. Den Stoff im Wasser nur schwenken, nicht reiben oder zerren. Anschließend mehrmals mit klarem Wasser spülen und nach kurzem Abtropfen die Gardine direkt aufhängen. Besonders empfindliches Spitzengewebe trocknen Sie aber besser indem Sie es auf ein Handtuch legen.

So sparen Sie sich das Bügeln
Stores noch im feuchten Zustand aufhängen, dann lassen sich Falten gut fixieren, und die Gardinen knittern nicht. Tropfen sie stark, Wäschewanne unterstellen oder Boden mit Handtüchern auslegen.
Um das Trocknen zu beschleunigen, Fenster öffnen und lüften oder die Heizung für kurze Zeit ordentlich aufdrehen (im Winter). Stecken Sie Gardinen bitte niemals in den Wäschetrockner – die Gefahr ist groß, dass sie einlaufen.
Übrigens: Knitterfalten hängen sich in der Regel innerhalb von zwei Wochen von allein aus. Dauert Ihnen das zu lange, können Sie sie auch mit der Funktion „vertikaler Dampfstoß“ an Ihrem Dampfbügeleisen beseitigen.